21. Juni 2006, 15:41
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Die österreichische Literaturzeitschrift "Volltext" verzichtet nach medialer Diskussion und Kritik auf die Kooperation mit dem Deutschen Literaturfonds, aus der im Frühjahr 2007 ein gemeinsam mit anderen deutschsprachigen Literaturzeitschriften erstelltes Zeitschriften-Sonderheft zur Frankfurter Buchmesse entspringen hätte sollen. Die Idee, "ein großes Projekt in Form eines Public Private Partnerships zu realisieren, kommt für den Literaturbetrieb offensichtlich zu früh", hieß es am Freitag in einer Aussendung der Zeitschrift.

Kritik wegen Vergabe von Fördermitteln

Gegen das Sonderheft, an dem der Lektor des Literaturfonds als freier Autor mitarbeitete, hatte es Kritik wegen der Vergabe von Fördermitteln gegeben. Diese hätten laut Medienberichten 300.000 Euro betragen, das wären 30 Prozent der jährlichen Fördermittel von einer Million Euro.

"Volltext" weist in seiner Erklärung auf den "nach wie vor anhaltenden Erklärungsaufwand" hin, der "infolge der medialen Diskussion um das Projekt entstanden ist". Dieser "erfordert den Einsatz von Arbeitszeit in einem Ausmaß, das für einen kleinen Verlag ökonomisch nicht tragbar ist - dies umso weniger, als im Rahmen der Kooperation kein Geld an Volltext geflossen wäre und Einnahmen nur der Refinanzierung der Sonderausgabe gedient hätten." (APA)

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