Geräte auf Ponton- Plattform im Toplitzsee installiert

8. Juni 2000, 11:23

Erste Tauchgänge am Nachmittag

Graz - Die Mannschaft der US-Firma Oceaneering hat am Donnerstag damit begonnen, für die bevorstehenden Tauchgänge im Toplitzsee die bisher gelagerten Gerätschaften auf den bereits installierten Ponton zu hieven: Mit Hilfe von Winden wurden die Instrumente dort hin gebracht, wo sie jetzt geschützt unter einem Zelt lagern.

Für Donnerstag Nachmittag plant die Tauchfirma den ersten Tauchgang . Dabei gehe es um einen Test, um den Geräteeinsatz - die Bestückung des Tauchroboters mit Lampen - zu optimieren. "Wir wollen dann so schnell wie möglich mit den Untersuchungen beginnen", hieß es von der Einsatzleitung. Die vom Medienkonzern CBS beauftragte Operation hat den Zweck, NS-Relikte und vor allem geheime Dokumente zu orten und zu bergen.

Die Plattform war von einer oberösterreichischen Spezialfirma angemietet worden, sie ist rund zwölf Meter lang und sieben Meter breit. Der Ponton ist die Basis aller Aktivitäten im Toplitzsee. Unterdessen ist auch ein zweiter Roboter, ein sogenannter ROV (Remotely Operated Vehicle), eingetroffen, der als Ersatzgerät dienen soll. Das Oceaneering-Team hat insgesamt drei "Piloten" im Einsatz, die den Tauchroboter vom Ponton aus steuern werden.

Steuerung und Bewegungsmöglichkeiten des ROV sind, wie einer der Projektmanager vor Ort erläuterte, mit den Bewegungsmöglichkeiten eines Helikopters vergleichbar: Das high-tech-Gerät, das im See eingesetzt wird, ist mit einer Farb-Zoom-Kamera, einer schwarz-weiß-Kamera und zwei VHS-Recordern und einem Sonarsystem bestückt. Ein Videosystem wird sämtliche Daten aufzeichnen und per PC auswerten. Laut Oceaneering soll der Roboter in nur drei Minuten eine Tiefe von 100 Metern erreichen.

(APA)

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