Airest verhandelt mit ÖBB über Standorte

1. Juni 2006, 16:39
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Airline-Caterer such neue Produktionsstätten in Osteuropa und spricht mit den Bundesbahnen über neue Outlets an Bahnhöfen

Wien – Der Airline-Caterer Airest, den die AUA an die italienische Save-Gruppe verkaufte, strebt weitere Standorte in Osteuropa an und will auch im Inland im Zuge der Bahnhofoffensive mit neuen Lokaltypen präsent sein. Das kündigten die Airest-Chefs Bernhard Kotlan und Eric Seiser an. Damit soll das deutlich reduzierte Angebot an Bord- Essen kompensiert werden.

Weil die Airlines (die Airest beliefert 40 Fluggesellschaften) das Gratis-Essen zuletzt stark reduzierten, ging die Zahl der Essen an Bord um 37 Prozent auf 5,3 Millionen zurück. Vom Gesamtumsatz (76 Mio. Euro) entfallen 55 Prozent auf das Airline Catering und knapp ein Drittel auf die Flughafengastronomie, der Rest verteilt sich auf Betriebsverpflegung und Event Catering. Obwohl der Verkauf von Sky-Gourmet-Produkten an Bord mit 860.000 Stück verdreifacht wurde, konnte die Einbußen im Airline-Catering nur teilweise kompensieren, sagte Kotlan.

Neue Bahnhof-Outlets

Mit den ÖBB wird derzeit intensiv über neue Outlets an Bahnhöfen in Kärnten, Wien und Wien-Umgebung verhandelt. Konkret geht es um einen größeren Auftrag für den Betrieb von Kaffeehäusern, Fast-Food-Restaurants und Bedienungs-Restaurants, nicht aber um das Service in den Zügen.

In Bratislava und Kosice (beide Airports werden vom Flughafen Wien übernommen) wird in den nächsten Wochen ein neuer Produktionsstandort ausgesucht, der im Frühjahr 2007 in Betrieb gehen soll. In Bratislava will die Airest zudem in die Flughafengastronomie einsteigen. Ob der neue Standort direkt am Flughafen ist oder außerhalb ist noch offen. Bratislava und Laibach sind derzeit die einzigen Auslandsstandorte der Airest. In Brünn und Budapest wird ebenfalls nach Produktionsstandorten gesucht. Dort wird derzeit mit Partnern Sky Europe beliefert. In den nächsten drei bis vier Wochen dürfte auch die Entscheidung über einen Produktionsstandort in Kiew fallen, sagte Seiser. (cr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20./21.5.2006)

  • Trotz Einbußen im Airline-Catering steigerte Airest den Umsatz im Vorjahr um 3,7 Prozent auf 76 Millionen Euro.
    foto: standard/christian fischer

    Trotz Einbußen im Airline-Catering steigerte Airest den Umsatz im Vorjahr um 3,7 Prozent auf 76 Millionen Euro.

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