Hoteliers planen Lehrlingsakademie

27. Juni 2006, 14:08
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Attraktivität der Lehrberufe soll erhöht werden - Qualifikation in Persönlichkeits-Training, Kommunikation und Beschwerdemanagement

Salzburg - Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) will mit einer eigenen Lehrlingsakademie die Qualifikation junger Menschen, die im Tourismus ihre Ausbildung machen, erhöhen. Geht alles nach Plan, soll ein Pilotprojekt noch im Herbst im Bundesland Salzburg starten, sagte ÖHV-Präsident Sepp Schellhorn am Donnerstagabend bei einem Pressegespräch in Goldegg. Kommunikationstraining, Beschwerde-Management und Persönlichkeitstraining werden auf dem Lehrplan stehen.

Der Hintergrund für das zusätzliche Ausbildungsangebot, das in Kooperation mit dem ÖGB geplant wird: Über eine Qualitätsoffensive soll die Attraktivität von Lehrberufen im Bereich der Hotellerie erhöht werden. Die Akademie versteht sich als Ergänzung zur Ausbildung in den Betrieben und in den Berufsschulen.

Großes Interesse

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie haben die Betriebe großes Interesse an der Zusatzausbildung durch die Lehrlingsakademie signalisiert. Das Pilotprojekt geht von zwei Durchgängen mit je 30 Lehrlingen aus. Die Module sind auf vier Tage ausgelegt und sollen in saisonschwachen Zeiten durchgeführt werden. Pro Lehrling wird mit Kosten von 800 Euro gerechnet. Rund 50 Prozent davon müsste das Land übernehmen, wünscht sich Schellhorn. Die Gespräche darüber laufen, eine Zusage für eine Mitfinanzierung gibt es aber noch nicht. Nach der Pilotphase in Salzburg soll die Lehrlingsakademie auch in anderen Bundesländern angeboten werden.

Derzeit gibt es im Tourismus rund 14.400 Lehrlinge. Die Branche könnte aber durchaus noch mehr junge Menschen ausbilden. Schellhorn schätzt, dass um 20 Prozent mehr Lehrstellen möglich wären. (APA)

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    Das Pilotprojet der Lehrlingsakademie stößt auf großes Echo.

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