Quito weist Oxy-Forderung von einer Milliarde Dollar zurück

6. Oktober 2006, 14:30
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Präsident der staatlichen Öl-Gesellschaft: Recht ist auf der Seite Ecuadors

Quito - Ecuador hat Schadenersatzforderungen in der Höhe von einer Milliarde US-Dollar (783 Mio. Euro) durch den US-Ölmulti Oxy zurückgewiesen. Das Recht sei auf der Seite Ecuadors, sagte der Präsident der staatlichen ecuadorianischen Öl-Gesellschaft Petroecuador, Fernando Gonzalez, am Donnerstag (Ortszeit). Oxy (Occidental Petroleum Corp) hatte die Forderung bei einem Schiedsgericht in New York eingereicht, nachdem Ecuador Ölförderrechte des Unternehmens aufgehoben sowie Maschinen und Ausrüstungsgüter eingezogen hatte.

Vertragswidriger Verkauf

Oxy macht geltend, dass die Maßnahmen ungesetzlich seien und einem bilateralen Investitionsschutzabkommen widersprächen. Die Regierung in Quito wirft dem Unternehmen vor, Aktien vertragswidrig an Dritte verkauft zu haben.

Aus Ärger über die Zwangsmaßnahmen hatte die US-Regierung am Vortag auch Freihandelsgespräche mit dem südamerikanischen Land auf Eis gelegt. Die USA sehen in dem Vorgehen Ecuadors eine Beschlagnahmung von US-Vermögen. "Zu diesem Zeitpunkt sind keine weiteren Freihandelsverhandlungen geplant", sagte die Sprecherin des Handelsbeauftragten, Neena Moorjani, in Washington. (APA/dpa)

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