SAP dementiert Verkaufsgelüste

1. Juni 2006, 16:52
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Bei einem Angebot wolle der Konzern seine Entscheidung vom wirtschaftlichen Sinn eines Deals abhängig machen, so Platter - Verkaufs- und Fusionsgerüchte dementiert

Orlando - Hasso Plattner, Mitbegründer und Großaktionär von SAP schließe eine Fusion oder einen Verkauf des größten europäischen Softwarekonzerns nicht aus, sagte er der "Financial Times Deutschland". Bei einem interessanten Angebot sei dies einzig vom wirtschaftlichen Sinn eines solchen Deals abhängig zu machen, so Plattner.

Plattner hält derzeit knapp elf Prozent an dem Konzern, der an der Börse derzeit rund 51,7 Milliarden Euro wert ist. "Wenn die Aktionäre der Meinung sind, dass eine irgendwie anders geartete Kombination besser ist als die Eigenständigkeit, dann passiert das", sagte Plattner. Drei potenzielle Käufer sieht er:" IBM, Microsoft und Google. Mehr sehe ich nicht."

SAP dementiert Fusions- und Verkaufsgerüchte

SAP hat indes die Fusionsgerüchte dementiert. Das DAX-Unternehmen stehe nicht mit anderen Unternehmen in Verkaufsgesprächen, sagte ein Sprecher am Freitag in Walldorf. Äußerungen des SAP-Mitgründers und langjährigen Vorstandschefs Hasso Plattner in einem Zeitungsinterview seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. Der Kurs des Softwarekonzerns reagierte im frühen Handel mit einem Plus auf die Übernahmespekulationen.

Microsoft hat 2004 vergeblich versucht, SAP zu übernehmen. Damals hieß es, diese Gespräche seien auf Grund der Komplexität eines solchen Abschlusses und der daraus resultierenden Integration beendet. An eine Wiederaufnahme der Verhandlungen sei nicht gedacht, so SAP und Microsoft damals einhellig. (APA/Reuters/red)

  • Hasso Plattner hält knapp elf Prozent an dem Konzern, der an der Börse derzeit rund 51,7 Milliarden Euro wert ist.
    foto: epa/may

    Hasso Plattner hält knapp elf Prozent an dem Konzern, der an der Börse derzeit rund 51,7 Milliarden Euro wert ist.

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