US-Gericht wies Klage El Masris gegen CIA ab

7. Juni 2006, 07:27
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Deutscher aus Mazedonien nach Afghanistan verschleppt - Richter: In einem Prozess würden Staatsgeheimnisse öffentlich

Rockville - Ein US-Bundesrichter hat die Klage des Deutsch-Libanesen Khaled el Masri gegen den Geheimdienst CIA abgewiesen. In einem Prozess würden Staatsgeheimnisse öffentlich gemacht, entschied Richter T.S. Ellis am Donnerstag. Er entschied damit nicht in der Sache.

El Masri hatte vor Gericht den Vorwurf bekräftigt, er sei von CIA-Agenten verschleppt und misshandelt worden. Er sagte vor dem Bundesgericht aus, er sei am 31. Dezember 2003 in Mazedonien festgenommen und drei Wochen später von der CIA nach Afghanistan verschleppt worden. Dort sei er geschlagen und monatelang in einem CIA-Gefängnis festgehalten worden.

El Masri hatte in den USA im vergangenen Dezember Klage gegen den früheren CIA-Chef George Tenet und zehn namentlich nicht identifizierte Mitarbeiter des Geheimdiensts eingereicht. Er forderte eine Entschuldigung der US-Regierung sowie eine finanzielle Entschädigung. (APA/AP)

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