"Fru-fru-fruuummmm!": Sieger fahren anders aus

4. Juli 2006, 21:39
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Der Werbespot zeigt einen Mann im Auto, der eine Kolonne hinter sich aufstaut, weil er fürchtet, dass sich die Schichten seines Fru-Fru vermischen könnten

Mit "fru-fru-fruuummmm!" unterstützt die Homepage eines Molkereibetriebs sein aktuell im Fernsehen heftig beworbenes Fru-Fru. "Liebhaber der beliebten Sauermilch mit fru fru Fruchtschicht kommen jetzt voll in Fahrt", heißt es da.

Aber Moment mal. Da stimmt etwas nicht. Zumal der Werbespot einen Mann im Auto zeigt, der gerade eine Kolonne hinter sich aufstaut, weil er fürchtet, dass sich bei zu hoher Geschwindigkeit die Schichten seines Fru-Fru vermischen könnten. "In voller Fahrt" schaut anders aus. Tja, die Werbung – oft recht wunderlich. Apropos: Es geht ja noch weiter.

Es gibt auch ein Fru-Fru-Gewinnspiel. Wissen muss man dabei nichts, was in Anbetracht der fast schon täglich über den Bildschirm flimmernden Millionenshow eine wohltuende Atempause für den Denkmuskel verspricht. Allerdings erscheint der Preis, den es zu gewinnen gibt, ein wenig fragwürdig.

Es handelt sich dabei um einen Kleinwagen, den man als glücklicher Gewinner für die Dauer eines Jahres fahren darf. Na ja, ein bisserl knausrig erscheint dieser "Gewinn" schon: Autos nur herborgen und einem dann wieder wegnehmen. Einerseits.

Andererseits – dieses Auto möchte man gar nicht. Es schaut nämlich aus wie ein Fru-Fru mit vier Rädern, ist also ein Gefährt, auf dass mit Sicherheit viele große und kleine Kinder mit dem Finger zeigen und dabei herzlich lachen werden. Und Umlackieren ist nicht. Ob man sich damit wie ein Sieger fühlt? Und noch eine Frage: Gibt's da auch ein Löfferl zum Einsteigen dazu? (flu/DER STANDARD, Printausgabe, 19.5.2006)

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