Adidas geht auf Frauen zu

1. Juni 2006, 16:39
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Europas größter Sportartikelkonzern setzt verstärkt auf weibliche Kundschaft: Flaggschiff der Frauensparte ist die Kollektion "adidas by Stella McCartney"

Herzogenaurach - In den kommenden drei Jahren sollen Umsatz und Gewinn der Damenkollektionen der Marke adidas im deutlich zweistelligen Bereich wachsen.

"Frauen werden immer wichtiger für unser Geschäft - hier gibt es noch erhebliches Wachstumspotenzial", sagte Bill Sweeney, der bei adidas das weltweite Geschäft mit Bekleidung verantwortet. Dank des überdurchschnittlichen Wachstums soll das Geschäft mit Kleidung und Schuhen für Frauen ab 2009 rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes der mit Abstand wichtigsten Konzernmarke adidas einfahren. Derzeit ist die Marke mit den drei Streifen vor allem bei Männern gefragt, die für mehr als 70 Prozent der Erlöse sorgen.

"Women's Business"

Wachsen soll das "Women's Business" gleichmäßig in den wichtigsten Regionen Europa, Asien und Nordamerika. Hier erwirtschaftet adidas derzeit jeweils ein Drittel der Erlöse seiner Damenkollektionen. "Das ist ein sehr gesundes Verhältnis, das wir beibehalten wollen", sagte Sweeney. Parallel zum Umsatz soll auch der Gewinn zweistellig pro Jahr zulegen. "Damit ist dieser Bereich profitabler als jeder andere in unserem Konzern", sagte der adidas-Manager.

Flaggschiff der Frauensparte ist die Kollektion "adidas by Stella McCartney". Der Vertrag mit der britischen Designerin und Tochter der Beatles-Legende Paul McCartney wurde kürzlich bis 2010 verlängert. Die Zahl der Geschäfte, in denen die modische Sportbekleidung der Designerin erhältlich sind, soll bis Jahresende von derzeit 400 auf rund 450 weltweit erhöht werden.

Sportlerinnen unter Vertrag

"Wir konzentrieren uns derzeit auf Bereiche wie Fitness, Schwimmen, Tennis und Wintersport. Es ist gut möglich, dass weitere Sportarten hinzukommen", sagte Sweeney. Geplant seien auch spezielle Marketingkampagnen für den Frauenbereich. Dazu wurden Sportlerinnen wie Tennis-Nachwuchsstar Maria Kirilenko, die US-Sprinterin Allyson Felix oder die deutsche Schwimmerin Anne Poleska unter Vertrag genommen. Jüngere, eher am Musikgeschäft orientierte Kundinnen sollen durch Kollektionen wie die von US-Rapperin Missy Elliot angesprochen werden. (APA/dpa)

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    Dank des überdurchschnittlichen Wachstums soll das Geschäft mit Kleidung und Schuhen für Frauen ab 2009 rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes der mit Abstand wichtigsten Konzernmarke adidas einfahren.

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