Kammer sorgt sich um Nahversorger

31. Mai 2006, 12:32
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Leitl: Finanzausgleich sollte geändert und Sterben kleiner Nahversorgungsbetriebe entgegenwirkt werden

Salzburg - Mit einem speziellen Forderungsprogramm an die kommende Bundesregierung, will Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl dem Sterben kleiner Nahversorgungsbetriebe entgegenwirken. Der Befund: In 13 Prozent der österreichischen Gemeinden gebe es keinen Nahversorger mehr. Brennpunkt dieser Entwicklung sei etwa der Bezirk Graz-Umgebung. Hier müssten bereits sieben Gemeinden ohne Nahversorger auskommen.

Dramatisch auch die Entwicklung in Salzburg: Hier würde nur mehr ein Drittel der Einzelhandelsumsätze in Orts- oder Stadtzentren erwirtschaftet. Unter anderem verlangt Leitl einen interkommunalen Finanzausgleich: Gemeinden, in denen der Einzelhandelsumsatz höher ist als die Kaufkraft der Wohnbevölkerung, sollten den korrespondierenden Teil ihres Kommunalsteueraufkommens im Zuge des Finanzausgleichs abgeben. (neu, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19.5.2006)

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    foto: standard/cremer
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