Rückbesinnung auf Traditionen

21. Juli 2006, 12:55
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Anja Kruse als "Botschafterin der Tracht" ausgezeichnet - Erwin Pröll: An Trachten kann man sich festhalten

Wien - Anja Kruse wurde am Montag als "Botschafterin der Tracht" mit dem "Emilie Flöge"-Preis ausgezeichnet. "Ein Dirndl ist magisch", schwärmte die deutsche Schauspielerin. Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (V) wurde der "Konrad Mautner"-Preis verliehen.

Die Auszeichnungen wurden von Promotion Tracht, einer Interessensvereinigung von Produzenten und Händlern aus den Alpenländern, ins Leben gerufen. Mit ihnen sollen Personen, "die durch ihr Wirken und ihre Sympathie zur Trachtenmode dem alpenländischen Stil positive Impulse verleihen", geehrt werden.

Halt gegen "Orientierungslosigkeit"

"Tracht ist eine Lebensanschauung. Ein Trend zur Authentik, aber auch eine Rückbesinnung auf Traditionen und alte Werte", sagte Kruse. Auch Landeshauptmann Pröll schloss sich dieser Meinung an: "Menschen werden immer orientierungsloser. Trachten kommen aus der Geschichte und aus der Tradition. Hier kann man sich festhalten".

Nationalbankgouverneur Klaus Liebscher war einer der wenigen, die nicht in Tracht erschienen waren. Zu den Aussagen von Pröll meinte er trocken: "Auch wenn ich keine Tracht trage, bin ich nicht haltlos." Der Erlös der Veranstaltung kam zur Gänze dem Projekt Casa Austria, ein Unfallkrankenhaus in Temesvar von Univ.-Prof. Dr. Johannes Poigenfürst, zu Gute. (APA)

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    Anja Kruse: "Tracht ist eine Lebensanschauung"

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