Auto-Dichte schwindet mit Reichtum

1. Juni 2006, 17:10
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Je reicher ein Bundesland ist, desto eher verzichten die Österreicher auf einen eigenen Pkw - Wien liegt an der Spitze, das Burgenland ist Schlusslicht

Wien - Je reicher die Bundesländer sind, desto geringer ist die Autodichte. Während das Burgenland mit 575 Pkw auf 1.000 Einwohner die höchste Dichte aufweist, kommt Wien nur auf 403 Pkw. Bundesweit hat sich das Wachstum des Autobestandes abgeschwächt: Nach 1,7 Prozent 2003 und 1,4 Prozent 2004 betrug es 2005 nur 1,2 Prozent. Das geht aus einer Wifo-Studie hervor.

Öffentliche Verkehrsmittel

"Offenbar wirken sich Faktoren wie die Verfügbarkeit und die Qualität des Angebotes an öffentlichen Verkehrsmitteln, die Kosten und die Verfügbarkeit von Autoabstellplätzen, die Siedlungsstruktur und ähnliches stärker auf die Motorisierung aus als das Einkommen. In den überdurchschnittlich motorisierten Bundesländern Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Kärnten und Steiermark pendeln zudem viele Arbeitskräfte aus dem ländlichen Raum zu den Arbeitsplätzen in den Ballungszentren oder zu wechselnden Bau- und Montagestellen", so die Wirtschaftsforscher.

Österreich im EU-Schnitt

Im internationalen Vergleich entsprach die Pkw-Dichte in Österreich im Jahr 2002 mit 495 Pkw je 1.000 Einwohner dem Durchschnitt der EU 15 und lag um sieben Prozent über dem Schnitt der EU 25. Innerhalb der EU 15 entspricht das Muster dem innerösterreichischen Vergleich: Die "reichen" Länder Dänemark, Irland, Schweden, Großbritannien, Niederlande und Finnland weisen eine geringere Pkw-Dichte aus als Portugal, Spanien und Italien.

In den neuen EU-Ländern besteht zwischen Pkw-Dichte und Wirtschaftsleistung ein positiver Zusammenhang: In der Slowakei, in Ungarn, Lettland, Polen und Estland ist die Motorisierung relativ gering, in den "reicheren" Ländern Malta, Slowenien und Zypern höher. (APA)

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    Motorisierung hängt nicht vom Einkommen ab.

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