Heimische Kosten über EU-Schnitt

1. Juni 2006, 13:51
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Nirgendwo in Europa ist Arbeit teurer als in der Schweiz, Österreich liegt mit 25 Euro pro Stunde hinter Frankreich und Deutschland

Wien - Die Arbeitskosten in Österreich sind mit knapp über 25 Euro pro Stunde teurer als im Schnitt der EU-15, wo die Kosten rund 24 Euro betragen. Innerhalb der EU-25 mit einem Durchschnittswert von rund 21 Euro ist Österreich hinter Finnland und Deutschland bei den Arbeitskosten das 10.-teurste Land. Am teuersten ist Arbeit in der Schweiz mit 32,9 Euro pro geleisteter Arbeitsstunden. Dies ergab die aktuelle Arbeitskostenstatistik für 2004 des Schweizer Bundesamts für Statistik (BFS) in Neuenburg, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Die Arbeitskosten setzten sich zu über 80 Prozent Prozent aus Löhnen und Gehältern, aus Sozialbeiträgen, den Kosten für berufliche Bildung und die Personalrekrutierung zusammen.

EU-15: Portugal am günstigsten

Die Arbeitskosten variieren innerhalb der EU sehr stark und sind in den neuen EU-Ländern am günstigsten. Die Schweiz mit 32,9 Euro bildet gemeinsam mit Dänemark (30,7 Euro) und Belgien mit 30 Euro die Spitzengruppe der teuersten Länder. Österreich, Frankreich und Deutschland verzeichnen Werte zwischen 25 und 28 Euro. Von den südlichen Ländern der EU-15 mit unterdurchschnittlichen Arbeitskosten ist es in Portugal mit 9,6 Euro am billigsten.

Bei den neuen Mitgliedern der EU-25 bewegen sich die Arbeitskosten pro Stunden zwischen 11,1 Euro in Zypern und 2 Euro in Lettland.

Allerdings sind die Unterschiede im Preisniveau der europäischen Länder sehr groß. Werden diese Preisdifferenzen rechnerisch eliminiert, liegt Österreich bei den Arbeitskosten berechnet nach Kaufkraftstandards (KKS) in der EU-25 an 6. Stelle und ist damit teurer als die Schweiz. Bei einem EU-Mittel von 22,9 Punkten liegt die Arbeitsstunde in Österreich bei 24,4 Punkten, gegenüber 24,6 Punkten in Deutschland und 23,3 Punkten in der Schweiz. (APA)

  • Die Arbeitskosten setzten sich zu über 80 Prozent Prozent aus Löhnen und Gehältern, aus Sozialbeiträgen, den Kosten für berufliche Bildung und die Personalrekrutierung zusammen.
    foto: standard/robert newald

    Die Arbeitskosten setzten sich zu über 80 Prozent Prozent aus Löhnen und Gehältern, aus Sozialbeiträgen, den Kosten für berufliche Bildung und die Personalrekrutierung zusammen.

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