Baustellensommer rückt näher

7. Juli 2006, 20:59
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Wo man in Österreich mit Verzögerungen im Reiseverkehr rechnen sollte

Wien - Es hat schon Tradition in Österreich: Kommt der Sommer, schießen die Baustellen auf den Hauptverbindungen und Reiserouten wie Schwammerln aus dem Boden. Für all jene Autofahrer, die sich im Juli und August auf Reisen begeben, hat der ÖAMTC der APA die wichtigsten "Hürden" im Ferienverkehr bekannt gegeben und auf Sicherheitsmängel überprüft.

Westautobahn

Auf der Westautobahn (A1) bei Wolfsgraben zwischen Pressbaum und Knoten Steinhäusl ist die Baustelle übersichtlich, es gibt vierspurigen Gegenverkehr und es besteht keine Staugefahr.

Beim Knoten St. Pölten/St. Christophen ist eine zehn Kilometer lange Baustelle in Fahrtrichtung Wien geplant. Die Erweiterung auf drei statt bisher zwei Fahrstreifen, teilweise ist Tempo 60 vorgeschrieben - es ist mit erhöhter Staugefahr zu rechnen.

Zwischen Amstetten Ost und West erfolgt die Generalerneuerung der Fahrbahn auf 15 Kilometer Länge. Die Baustelle ist aber nur jeweils sieben Kilometer lang mit vierspurigem Gegenverkehr.

Beim Knoten Voralpenkreuz/Vorchdorf kann es stellenweise sehr eng werden, bei einer Brückenbaustelle herrscht Tempo 60 und erhöhte Staugefahr.

Bei Steyrermühl/Regau wird es laut Matzke "teilweise so eng, dass Überholen von Lkw und Bussen kaum möglich ist".

Südautobahn

Auf der Südautobahn zwischen Leobersdorf und Wöllersdorf: Pannenstreifen und erster Fahrstreifen müssen in beiden Richtungen erneuert werden. Staugefahr im Baustellenabschnitt durch enge Fahrstreifen. Dieses Nadelöhr soll allerdings noch im Juni finalisiert werden.

Knoten Seebenstein/Grimmenstein: Baustelle mit vierspurigem Gegenverkehr, Staugefahr an Wochenenden.

Bei Mooskirchen an der Landesgrenze Steiermark/Kärnten: Richtung Klagenfurt sind zwei Fahrspuren, Richtung Graz nur eine Fahrspur frei. Staugefahr besteht nach Angaben des ÖAMTC vor allem durch defekte Fahrzeuge, weil Pannenbuchten ohne Notrufsäulen und nur ein Fahrstreifen zur Verfügung stehen.

Außerdem befinden sich auf diesem Abschnitt drei Tunnel (Herzogberg, Mitterberg, Kalcherkogel), die bis Ende Juni einröhrig mit Gegenverkehr geführt werden - auch hier gilt: Erhöhte Stau- und Unfallgefahr.

Ab Ferienbeginn sind alle drei Tunnel zweiröhrig und ohne Gegenverkehr. Der Club verlangt bessere Baustellenführung durch neue Bodenmarkierungen und reflektierende Randbegrenzungen. Zwischen Bad St. Leonhard und Wolfsberg Nord, Richtung Italien ist derzeit nur ein Fahrstreifen Richtung Süden frei, an verkehrsstarken Tagen soll um einen zweiten Fahrstreifen erweitert werden.

Tauernautobahn

Auf der Tauernautobahn (A10) zwischen Gmünd und dem Knoten Spittal ist derzeit auf zehn Kilometer Länge Richtung Süden nur ein Fahrstreifen frei und es herrscht durchgehend Tempo 60, denn bei Trebesing wird ein neuer Lärmschutztunnel gebaut: Ende Juni wird eine Röhre fertig, die gesamte Baustelle wird dann auf einer Länge von zehn Kilometern von drei auf vier Fahrspuren erweitert.

Der ÖAMTC warnt: In der einen neuen Röhre gilt nämlich wegen der Enge bis zum Sommer 2007 Tempo 60 auf einem Kilometer Länge. Die restlichen neun Kilometer können mit 80 km/h befahren werden - mit Section Control.

Vier Baustellen sorgen auf der Inntal Autobahn (A12) für Fahrspurverengungen: Zwischen Kiefersfelden und Kufstein, an der Grenze von Bayern zu Tirol, zwischen Jenbach und Schwaz, bei Hall in Tirol sowie auf Höhe Innsbruck. Auf der Brennerautobahn (A13) zwischen Schönberg und Zenzenhof. Staupunkt bleibt die Mautstelle bei Schönberg.(APA)

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