Kaffee ist etwas für die Ohren

21. Mai 2006, 19:22
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Aber was tut man bei Kaffeeverkostungen, um dem Koffein-Infarkt zu entrinnen

Bei anderen Verkostungen kenn man sich aus: Wein etwa landet in einem Kübel. Aber was tut man bei Kaffeeverkostungen, um dem Koffein-Infarkt zu entrinnen? Alfons Haider löste das Problem kreativ: Er kippte Dienstagabend am Dach des Justizpalastes Mirjam Weichselbraun den Kaffee über die Hand, entschuldigte sich umgehend und höflich - und drohte dann dem, "der mich da grad gestoßen hat", den nächsten Espresso aufs Hemd zu applizieren.

Netter Versuch - aber an George Clooney reicht Haider mit der Nummer trotzdem nicht heran. Und an dem wird - dank seines globalen Werbeeinsatzes - mittlerweile eben gemessen, wer sich an den Alu-Kaffeekapseln aus dem Hause "Nespresso" versucht. Doch leider hatte Clooney Dienstag dann doch keine Zeit, in Wien vorzuzeigen, dass es beim Kaffeetesten (so hieß es jedenfalls) vor allem auf möglichst gut hörbares Aus-dem-Löffel-Schlürfen ankommt. Und so blieb es Haider & Weichselbraun, Claudia Stöckl, Mad Mat Schuh sowie Karl Hohenlohe vorbehalten, Wiens Profi-Gästen (u. a. Frau Lugner und die Stumpf-Schwestern) diese elegante Finesse hoher Kaffeekunst vorzuführen. Die Übung gelang. Unüberhörbar. (rott, DER STANDARD Printausgabe 18.5.2006)

  • Testkaffeeentsorgung nach haider: "Wer hat mich grad gestoßen?" Freilich: auch wenn der Lapsus authentisch war, war der Ärger nur gespielt
    foto: rott

    Testkaffeeentsorgung nach haider: "Wer hat mich grad gestoßen?" Freilich: auch wenn der Lapsus authentisch war, war der Ärger nur gespielt

  • Eher nix für ein gesittetes Radio-Frühstück: Stöckel und Weichselbraum beim lautstarken Probesdchlürfen

    Eher nix für ein gesittetes Radio-Frühstück: Stöckel und Weichselbraum beim lautstarken Probesdchlürfen

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