
"Heute dominiert nur mehr ein politisches Lager. Und vom Gleichgewicht des Schreckens ist nur mehr der Schrecken geblieben": Armin Wolf zur Lage des ORF.
Der Robert Hochner-Preisträger 2006 erntete für seine Dankesrede in der Hofburg vor versammelter Kollegenschaft standing ovations. Wir dokumentieren den Grund ihrer Begeisterung im Wortlaut.
Wenn ich schon einen Preis bekomme, der in seinen Ausschreibungskriterien ausdrücklich eine "kritische Haltung gegen über Machthabern aller Art" voraussetzt – dann möchte ich diese Gelegenheit auch benützen, ein paar kritische Anmerkungen zu einem Thema zu machen, das mich und viele Kollegen und Kolleginnen im ORF in diesen Wochen sehr beschäftigt.
Zitat: "Man hat ein Unternehmen zum Teil unter Kontrolle gekriegt, und zwar durch subtile Änderungen im nicht sichtbaren Bereich. Ist da tatsächlich eine neue Qualität? Geschimpft über solche Dinge ist beim ORF ja immer worden. Es ist in dieser Brutalität, glaube ich, neu." Das hat Robert Hochner gesagt – vor genau fünf Jahren in seinem letzten großen Interview mit dem "Falter", gefragt über den Einfluss der Politik im ORF.
Ist es seither besser geworden? Ich glaube, Nein. Eher im Gegenteil. Das hat meiner Meinung nach zwei grundlegende Ursachen: Eine außerhalb des ORF und eine im Unternehmen selbst.
Alles in einer Hand
Die interne Ursache liegt in unserer gegenwärtigen Struktur: wie die Informationsabteilung des ORF organisiert ist. Das mag auf den ersten Blick nicht so wichtig erscheinen, hat aber in der Praxis enorme Konsequenzen. Mehr als zwei Drittel der Österreicher sagen, das Fernsehen sei für sie die wichtigste Informationsquelle über Politik. Und für etwa ebenso viele Menschen ist das Fernsehen das glaubwürdigste Medium.
Aber in der Fernseh-Information über österreichische Politik, hat der ORF nach wie vor de facto ein Monopol. Natürlich nicht formal – aber in der Realität, weil die wenige politische Information über Österreich, die von der kommerziellen Konkurrenz angeboten wird, kaum Zuseher findet. Weil Demokratie aber Meinungsvielfalt voraussetzt, ist ein Monopol in einem demokratiepolitisch so essenziellen Bereich nur durch eines zu rechtfertigen: durch maximalen inneren Pluralismus.
Und wie schaut es da in den letzten Jahren im ORF aus? Wenn sämtliche Informationssendungen, von der "9-Uhr-ZiB" bis zur "ZiB 3", vom "Report" bis "Offen gesagt", von der "Pressestunde" bis "Thema", vom "Hohen Haus" bis zum "Weltjournal" einer einzigen Person unterstehen, die von den O-Tönen in der "ZiB 1" über die Studiogäste in der "ZiB 2", von den Disussionsteilnehmern in "Offen gesagt" bis zur Themenauswahl im "Report" alles letztentscheiden kann, dann konzentriert das extrem viel Macht in der Hand einer Person.
Wenn diese Person dann jemand wäre, der diese Macht auch tatsächlich ausübt, könnte man ihm das gar nicht vorwerfen – so ist der ORF eben derzeit konstruiert. Aber in funktionierenden demokratischen Systemen wird Macht üblicherweise so geregelt und verteilt, dass auch die maximale Auslegung von Kompetenzen nicht zu einer einseitigen Machtkonzentration führen kann.
Braucht Pluralität
Was die ORF-Information unbedingt braucht, ist redaktionelle und inhaltliche Pluralität. Und dafür braucht es, glaube ich, wieder unabhängige Sendungsredaktionen mit eigenen Redakteuren und Reportern und mit echten, tatsächlich entscheidungsbefugten Sendungsverantwortlichen, die nicht nur so heißen, sondern die auch tatsächlich verantwortlich sind und die nicht bei jedem Studiogast und jedem Diskussionsthema erst nachfragen müssen – sondern die miteinander mit ihren Redaktionen in einem gesunden inhaltlichen und kreativen Wettbewerb stehen: um die relevanteren Geschichten, die besseren Recherchen, die spannenderen Gäste, die klügeren Analysen und die aufregenderen Gestaltungsformen. Schlicht: um die bestmögliche Information.
Nur durch einen solchen internen Wettbewerb und die daraus entstehende Vielfalt an Inhalten und Meinungen lässt sich in einer funktionierenden Demokratie ein De-facto-Monopol rechtfertigen.
Der zweite Grund für die Misere liegt außerhalb des ORF – und er ist im folgenden Zitat treffend zusammengefasst: "Noch nie in der Geschichte der Zweiten Republik wurde der medienpolitische Machtanspruch so ungeniert artikuliert wie unter der 'Wenderegierung'. (...) Der ORF wird als Besitz betrachtet, Politiker fühlen sich als Hausherren. (...) Eine neue Facette im System ist die Unverfrorenheit, mit der die politischen Parteien ihre Kandidaten aufstellen und bewerben."
Das schreibt Heinrich Neisser, ein Intim-Kenner der österreichischen Politik und kein Linksextremer, in einem Buch über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, das in wenigen Tagen erscheinen wird.
Die nahezu hemmungslose Einflussnahme der Politik auf den ORF ist natürlich kein neues Phänomen – und immer wenn ein SPÖ-Politiker in den letzten Jahren lautstark die Unabhängigkeit des ORF und seiner Journalisten verteidigt, frage ich mich, ob da die kollektive Amnesie ausgebrochen ist. Danke, das war damals schon schlimm genug. Viel zu schlimm, und wir haben uns als Redakteure auch oft genug und auch öffentlich dagegen gewehrt.
Und trotzdem. Es gibt die Zeit vor dem Februar 2000 und es gibt die Zeit seither. Und das ist ein Unterschied.
Nur noch Schrecken
Das hängt gar nicht notwendigerweise mit den handelnden Personen zusammen, glaube ich – sondern damit, dass es in Österreich viele Jahrzehnte lang eine permanente Große Koalition gegeben hat: erst informell über eine fast allmächtige Sozialpartnerschaft, und ab 1986 dann auch formell in der Regierung.
Im ORF hat das für eine Art "Gleichgewicht des Schreckens" gesorgt. Beide großen politischen Lager haben ihre Parteigänger promoviert. Und weil beide Großparteien einigermaßen große Personalreserven hatten, waren – gar nicht selten – auch sehr fähige Leute darunter. Und daneben auch noch kluge, unabhängige Journalisten, die oft gegen ihren Willen einem Lager zu gerechnet wurden. Idealzustand war das natürlich keiner. Aber seit der so genannten "Wende", und ganz besonders seit 2002, ist es nochmal anders: Heute dominiert nur mehr ein politisches Lager. Und vom Gleichgewicht ist nur mehr der Schrecken geblieben.
Die große Regierungspartei hatte dabei im ORF als primäres Anliegen, die "roten G'frieser" (Sie erinnern sich: ein Zitat von Andreas Khol, für das er sich allerdings später entschuldigt hat.) vom Schirm zu räumen und die anderen wollten – endlich! – auch ihre Leute an die Schaltstellen hieven. Die hatten nur das Problem, dass hinten und vorn die Personalreserven fehlen.
Vor ein paar Wochen habe ich in einem Magazin gelesen, dass sich die Regierungskoalition nun über eine "Paket-Lösung", wie das so schön heißt, für die Besetzung der künftigen Spitzenfunktionen im ORF geeinigt hätte. Chefredakteur der "ZiB"-Redaktion sollte demnach ein ehemaliger Chef der ÖVP-Pressestelle werden, Chef der ORF-Magazine ein ehemaliger Chefredakteur der FPÖ-Parteizeitung und Aula-Autor, und ORF-Generalseketärin sollte, stand zu lesen, die engste Mitarbeiterin des Bundeskanzlers werden.
Das Erschreckende daran ist nicht einmal, ob diese Meldung tatsächlich der Realität entspricht. Das Erschreckende ist, dass sie im ORF heute nahezu jeder Journalist für realistisch hält.
Misstrauen vor ...
Vor gut zwei Monaten hat mir ein prominenter Stiftungsrat, der einer Regierungspartei sehr nahe steht – ganz ungefragt – geklagt, wie riesig der politische Druck sei, bestimmte Personen in die nächste ORF-Führung zu bestellen. Sie werden jetzt sagen: Wie ist das möglich? Der ORF ist doch entpolitisiert und die Stiftungsräte sind völlig unabhängig ...
Aber weil diese Personal-Entscheidungen in diesen Wochen fallen und die Entwicklung des ORF in den nächsten fünf Jahren grundlegend bestimmen werden, möchte ich diese Gelegenheit zum Abschluss für einen Appell an diese 35 unabhängigen Stiftungsräte nützen.
... Parteiwünschen
Es könnte für ihre personellen Überlegungen doch eine ganz einfache Regel geben: Aufklärerischer, kritischer und spannender Journalismus, den wir uns doch alle für den ORF wünschen, braucht neben Kompetenz, Urteilsfähigkeit und Engagement vor allem eines: Unabhängigkeit und kritische Distanz. Wenn sich also eine Partei – und ganz egal welche, das ist mir schon wichtig – ganz besonders für bestimmte Personen stark macht, dann sollte das einen grundsätzlich misstrauisch machen. Sehr misstrauisch sogar. Für unabhängige und kritische Journalisten machen sich üblicherweise keine Politiker stark. Parteien wünschen sich normalerweise Parteigänger – nicht kritische Beobachter. Das ist zwar demokratiepolitisch kurzsichtig, aber leider nicht nur österreichische Realität.
Im ORF – diesem für den demokratischen Diskurs in Österreich wahrscheinlich wichtigsten Medium – arbeiten viele der kompetentesten und besten Journalistinnen und Journalisten des Landes. Sie sind unabhängig, unbequem und unberechenbar. Bei der Entscheidung, wer im ORF in den nächsten Jahren führende Positionen einnehmen wird, sollte letztlich nur eine Überlegung wichtig sein: Wer ist in der Lage, das beste, informativste, klügste, spannendste, vielfältigste und insgesamt aufregendste Programm zu machen? Auch wenn sich die Parteisekretariate dieses Landes – alle Parteisekretariate! – jeden einzelnen Tag darüber ärgern.
Löcher in den Käse
Ein letztes Zitat: "Nichts hassen Politiker mehr als das Gefühl, dass an einer Stelle, die für sie aus irgendeinem Grunde wichtig sein könnte, einer sitzt, der in irgendeiner Form unberechenbar ist. (...) Denn kritischer Journalismus heißt in Wirklichkeit für sie: Feindbild. Na klar. Aus ihrer Sicht logisch. Sie machen den Käse, und wir bohren die Löcher hinein."
Das hat Robert Hochner gesagt – im Mai 2001 in seinem letzten Interview. In diesem Sinn – vielen Dank für diese Auszeichnung. (DER STANDARD; Printausgabe, 18.5.2006)
Armin Wolf, geb. 1966 in Innsbruck, ist Chefreporter der TV-Information im ORF und moderiert seit Sommer 2002 die "Zeit im Bild 2".
Der am selben Abend verliehene Kurt Vorhofer-Preis ging an Antonia Gössinger ("Kleine Zeitung").
Reaktionen
ORF-Generaldirektorin Lindner: "Mangelnde Solidarität und öffentliche Selbstinszenierung"
Türkisches Staatsfernsehen führt Gespräche mit ORF: Sendung soll per Satellit ausgestrahlt werden
Faymann und Pröll wollen sich nicht auf offene Punkte festlegen
Ausnahme von Pensionierung "in Harmonie" und "ganz normal", sagt Amon - Wrabetz denkt an interne Lösung für Ö1-Führung
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Derzeit stellvertretender Sendeverantwortlicher der "ZiB 2" folgt Birgit Schwarz
Präsident des Umweltdachverbandes zieht vor Bundeskommunikationssenat und VfGH
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Neue Strukturen: Redakteure drohten mit Beschwerde
Für ORF-Forderung: Bezahlte Ankündigungen für "regionale Initiativen" erlauben - Für Brauchtum, Sicherheit, Sport, Kultur
Europarat über ORF & Co - Publikumsrat: 220.000 Faxe, ein Prozentpunkt mehr
Von 26. Jänner bis 1. Februar dürfen die Gebührenzahler sechs aus 35 Publikumsräten per Fax wählen - Für die SPÖ ein wichtiger Schritt Richtung absolute Mehrheit im ORF - Ihre Briefe zur Wahl wirken, als wäre sie schon der ORF
Dienstag 0.00 Uhr endete die Faxwahl von sechs ORF-Publikumsräten - Ergebnis: bis Freitag - Der ORF rechnete mit 240.000 Stimmen - von 3,3 Millionen - Bis Mittwoch können Länder, Parteien & Co Stiftungsräte nennen
Dass er nicht ORF-General werden will, kommt dem neuen Finanzdirektor Richard Grasl nicht über die Lippen - Was er von Armin Wolf als Direktor hält und von Erwin Pröll lernte
Das Land Tirol wechselt Andreas Braun gegen Uniqa-Landesdirektor Helmut Krieghofer ein
Stand Redaktion bereits interimistisch vor - Seit 1996 beim Radio, davor im TV
Bürgerliche Mitglieder März, Radel wollen nicht mehr
Gegen Werner Mück als Chefredakteur revoltierten die ORF-Redakteure. Nun geht er auch als TW1-Chef und warnt vor der ORF-Novelle, die kaum "schlimmer" ausfallen könnte - DER STANDARD fragte
Wer keine Skrupel kennt, könnte ab Montag per Fax zum Beispiel für Medienstaatssekretär Ostermayer ORF-Räte wählen - Die Hotline verrät seine Teilnehmernummer
Ähnliche Pläne wie die ARD, die die "Tagesschau" abrufbar machen will
Publikumsratswahl: Telefonisten erinnert, Geburtsdatum abzufragen - Kann mit echten Wahlen "nicht verglichen werden" - Wahlbetrug: "Nehmen aber nicht an, dass das in diesem Land möglich sein sollte"
General Wrabetz zieht sich aus Aufsichtsräten zurück, Finanzdirektor Richard Grasl übernimmt
Redakteursrat beschwert sich bei General Wrabetz über Onlinedirektor Prantner
Die stimmenstärksten Kandidaten: Gerhard Tötschinger (Ältere Menschen), Kathrin Zettel (Jugend), Eva Scholik (Bildung), Siegfried Meryn (Eltern und Familie), Bernadette Tischler (Konsumenten), Ivica Vastic (Sport)
Kohl: Publikumsratsmitglied soll automatisch in oberstes Aufsichtsgremium aufrücken - Senioren zu wenig im Programm berücksichtigt
Über die Nulllohnrunde verhandelte ORF-Chef Wrabetz mit den ORF-Betriebsräten, nicht mit jenen der Töchter
Siemens und T-Systems (Deutsche Telekom) waren noch im Rennen, als das Bundesvergabeamt den ORF bei der Auslagerung der IT-Infrastruktur stoppte
at sich die ÖVP schon einmal bei der SPÖ bedankt, dass sie einen schwarzen Initiativantrag abschmetterte? Jetzt wäre Zeit dafür - Von Harald Fidler
"Lässt in den nächsten Jahren weitere politische Erpressung erwarten"
Die SPÖ Burgenland soll den Politikwissenschafter bei ihrer Wahlwerbung konsultiert haben - Unvereinbarkeitsregeln im ORF
Ohne Überziehungsrahmen - Empfehlung zur Entlastung des Generaldirektors
136.000 Faxe zählte die ORF-Gebührentochter GIS bis Freitag, 0.00 Uhr - 32.000 Stimmen mehr als nach den ersten drei Wahltagen 2005
Was dabei herauskommt, wenn die Koalitionsregierung, wie geplant, 160 Millionen Euro in das Unternehmen reinsteckt. - Eine Analyse des neuen ORF-Gesetzes im internationalen Vergleich - Von Regula Troxler
Geschätzte Kosten des Einstiegs in terrestrisches Digital-TV: 100 bis 200 Millionen Euro
Offenbar größeres Interesse als in den vergangenen Jahren
Die TV-Werbung für Ö3 und dessen "Eurowuchtel"-Seite zur EM 2008 hat gegen das ORF-Gesetz verstoßen
TV-Moderatorin tritt ihre Funktion am 8. Februar an
Zusehervertreter fordern in Resolution vom Gesetzgeber Gremienreform und Frauenquote im Publikumsrat
Michaela Schantl als Chefin bestellt
ORF-Publikum kann Tagungen mitverfolgen
Eva Blimlinger hatte das Nachsehen
Kandidieren als Publikumsräte: Peter Pacult, Beppo Mauhart, Marika Lichter, Ivica Vastic, Kathrin Zettel, Gerhard Tötschinger
In Regierungskreisen kursieren bereits Pläne für eine Neuwahl
Auskunftspflicht ab Jänner - Gesetzesänderung im Verfassungsausschuss - Kanzler könne sich als zuständiger Ressortchef lediglich informieren, inhaltliche Mitwirkungsbefugnisse gebe es aber keine
ORF-Chef erwartet Aufhebung der Online-Werbebeschränkung und rechnet 2011 mit Start von neuem Info- und Kulturkanal Info+
Claudia Teissig leitet "Aktuelle Kultur" in der Abteilung TV-Kultur - Ines Schwandner ist Sendungsverantwortliche für "Backstage" und "Chili" - Alexandra Schlögl verantwortet die eigenproduzierten Kinderprogramme
Dem ORF-Chef geht es "besser als noch zu Beginn des Jahres" - "Es gibt keinen Anlass, mich zu fürchten", so Wrabetz über Grasl
Die neuen Redakteurssprecher der "ZiB's protestieren gegen die Bestellung von ÖVP-Wunsch Richard Grasl zum Finanzdirektor des ORF: "Rückschritt in die finstersten Zeiten parteipolitischer Besetzung“ - Protestmail im Wortlaut
Wie das nächste Entscheidungsgremium des ORF aussieht - das etat.at-Service - Neu: Folgen der Faxwahl von Publikumsräten für ÖVP
Sollte sich - was zu erwarten ist - auch die Frauenquote an die Parteizugehörigkeit knüpfen, bleibt das hehre Streben nach Gleichstellung sinnleerer Formalismus
Der ORF schickt derzeit viele gut verdienende ältere Mitarbeiter mit "golden handshake" in die Frühpension - Von Barbara Coudenhove-Kalergi
Was ist öffentlich-rechtlich an Dominic Heinzl, dass er ab 2010 in ORF 1 statt ATV ordinieren darf? - Von Harald Fidler
SPÖ und ÖVP sollten die Zukunft der Anstalt grundsätzlicher angehen - Kommentar von Harald Fidler
Die unter Wrabetz und Oberhauser gestiegene Unabhängigkeit der Redakteure könnte durch Quotensendungen abgesichert werden - Von Gerfried Sperl
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Sagt ÖVP-Klubchef Kopf in "RAU-TV" – Prammer (SPÖ) will Enquetekommission zu ORF Wien
Medien-Staatssekretär: Presseförderung für Online-Medien "momentan kein aktuelles Thema" - Josef Ostermayer über den idealen ORF-Chef, GIS-Gebühren und die Zukunft der "Wiener Zeitung"
etat.at bringt die Schlussfolgerungen der EU-Wettbewerbshüter zum Küniglberg
dass die Redakteure des ORF einfach zu kurzsichtig waren bzw. sind zu sehen was kommen würde und kam (Schwarz-Blau bzw. "Schrecken-ähhh") um rechtzeitig die Weichen für ihre Anliegen zu stellen. Zu jammern wenn man dann "unterdrückt" wird... naja..regierungen kommen und gehen..und würden wahlen etwas ändern wären sie schon längst abgeschafft. lg
Neu: Rebelde Way, Instant Star, beides auf MTV/Nick und zum vergessen, einzige erfreuliche Ausnahme ist Grey's Anatomy.
Auch schon gesehen: Shaft, Gossip, Jumanji, Der erste Ritter.
Und natürlich: Ab 9.6 jeden Tag (!) vom Nachmittag bis zum Spätabend WM. Und in den Spielpausen Filme wie Lethal Weapon (!!), Speed. Und über die Formel 1 am Fr/Sa/So wollen wir erst gar nicht reden.
Da kann auch eine verbesserte ORF-Information nichts mehr retten. Ich dachte außerdem, es gäbe jetzt einen eigenen Sportkanal? Hä? Wie?
Da stellt sich doch nicht die Frage, ob der ORF noch zu retten ist, sondern ob man ihn überhaupt noch retten will.
habe ich tatsächlich den Artikel verwechselt. Ich wollte das eigentlich unter diesem Artikel posten:
http://derstandard.at/?id=2460442
Da ist wohl was daneben gegangen ... *senkt beschämt sein Haupt*
90% aller Nachrichtensendungen aller ORF-Radios von früh bis spät ausgemacht? Die Reportage über Peter Westentaler, ein kurzer Abriss seines bisherigen politischen Lebens, sein Engagement in der Bundesliga und bei Stronach, aufgrund der Nominierung zum BZÖ-Spitzenkandidaten. Abgesehen davon, dass man den Text am Abend schon auswendig mitsagen konnte, war das ein richtiges Schmackhaftmachen, sich eine Wahl des BZÖ bei der nächsten NR zu überlegen, so schön angepriesen wurde der Tausendsasse und rastlose Manager. Summa summarum: Ich habe es als skrupellose BZÖ-Wahlwerbung empfunden. Ob da wer seine Finger im Spiel hatte?
wer sich für meinen geistigen Erguss zur Thematik interessiert, der folge diesem link: http://inblog.eu/2006/05/2... -crucible/
Der ORF, der eigentlich allen Grund hätte, auf seinen ausgezeichneten Mitarbeiter stolz zu sein. boykottiert beharrlich die Berichterstattung, weil er die Führungsmanschaft kritisiert.
Damit verletzt der ORF einmal mehr seine gesetzlich verpflichtende und durch Steuergelder und Zwangsgebühren finanzierte Informationspflicht und den Volksbildungsauftrag. Das ist nicht nur jämmerlich sondern auch illegal
Der ORF hat einen legitimen Nachfolger Robert Hochners in seinen Reihen! Aber wie weit ist es gekommen, wenn ein Journalist, der einfach brillant seine Arbeit macht, als Held gefeiert wird?
Man lese nach bei Brecht: "Arm ist das Land, das Helden braucht." (Gallileo Galilei)
sind vom selben Schlag.
Sie behaupten von sich unabhängig zu sein, betreiben aber linke Berichterstattung.
Sie tun das auf geschützten Arbeitsplätzen mit (von ALLEN Hörern und Sehern durch Zwangsbeiträge bezahlten) fixem Einkommen, Privilegien und unter linker Protektion. Ein weitaus überwiegender Teil der ORF- Redakteure stehen links, besonders in den Informationsabteilungen.
Die Schwarzen versuchen durch Besetzen der Führungsposten (mit 1. klassigen schwarzen, aber 3.klassigen jounalistischen Referenzen) den Rotfunk in einen Schwarzfunk umzufärben.
Hier geht es nicht um unabhängigen Journalismus, sondern um die Freiheit weiter linke Informationspolitik möglichst friktionsfrei betreiben zu können.
Das versuchen die Schwarzen
Haben Sie in den letzten paar Jahren ORF geschaut?
Ich weiß nicht, was ich witziger finden soll:
Dass Sie Ingrid Thurner(!) als Linke bezeichnen..
ODER
Dass Ihnen offensichtlich entgangen ist, dass Josef Broukal sich nicht mehr "so wirklich" im ORF befindet *ggg*
ODER
Dass Sie so bösartig sind, dass das alles nur beißende Ironie ist???
Regierungskritik wird immer in ein linkes Eck gestellt und gleichzeitig wird links verteufelt.
Man müsste sich die als links bezeichneten Positionen einmal genauer ansehen.
Da würde man sogar dahinter kommen, dass sie christlicher, im wahrsten Sinn, sind, als Khols mittelalterlicher "Anderl von Rinn-Katholizismus"
funktioniert schon lange nicht mehr - sonst könnte(n) nicht eine (zwei) partei(en) ungehemmt ihre macht ausüben und alles wie in einer diktatur machen, was sie will (wollen) - auch im orf ...
österreich hat mit schüssel & co ein wende vollzogen, die in ihrer schäbigkeit und unverfrorenheit auf kosten des großteils der bürgerInnen bestenfalls in der ersten republik unter dollfuß und schuschnigg parallelen findet. nicht einmal raab oder figl waren so unverschämt, die hatten noch herz - und vor allem hausverstand, der uns menschen üblicherweise vor schaden bewahrt. die jetzige vp-riege ist eine schande für jede/n christen/christin, denn sie hält sich nur an ein gebot: du sollst so viel wie möglich für dich und deinesgleichen zusammenraffen ...
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