Energiesparen durch Krawattenverzicht

19. Mai 2006, 17:03
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Japans Umweltministerin will mit Aktion "Cool Biz" Klimaanlagen reduzieren

Tokio - Zum Energiesparen hat die japanische Umweltministerin Yuriko Koike sich auch dieses Jahr wieder etwas einfallen lassen: Nachdem die Regierung schon im vergangenen Sommer im Büro lässigere Kleidung empfohlen hat, um die Klimaanlagen niedriger einstellen zu können, sollen sich heuer auch die Minister und Botschafter beteiligen. Koike rief ihre Kollegen auf, am 31. Mai bei einer Modeschau unter dem Motto "Cool Biz" in Tokio mitzumachen.

Im vergangenen Jahr wurden die Klimaanlagen in Büros durch die sommerlichen Kleiderordnung weniger hoch eingestellt und damit und 460.000 Tonnen Kohlendioxid weniger ausgestoßen. Das war eine Einsparung an Treibhausgasen, wie eine Million Haushalte im Monat verursachen.

"Furoshiki" die Plastiktragetasche

Weiters tritt die engagierte Ministerin dafür ein, dass die Japaner wieder mit dem traditionellen "Furoshiki" statt mit Plastiktragetaschen Einkaufen gehen. Der "Furoshiki" war jahrhundertelang als Beutel im Gebrauch; mittlerweile verbrauchen die Japaner rund dreißig Milliarden Plastiksäcke im Jahr.

Weit von Kyoto-Plan entfernt

Trotzdem ist Japan weit davon entfernt, die Vorgaben des Umweltprotokolls von Kyoto zu erreichen: Während das Land sich dazu verpflichtet hatte, den Ausstoß an Treibhausgasen bis 2012 um sechs Prozent -zu verringern, stieg der Ausstoß seitdem um sieben Prozent an. Das Protokoll war 1997 in der japanischen Stadt Kyoto von den wichtigsten Industriestaaten verabschiedet worden.

Die Vereinigten Staaten, die weltweit den größten Ausstoß an Treibhausgasen haben, lehnen das Protokoll überhaupt ab.

und 460.000 Tonnen Kohlendioxid weniger ausgestoßen
  • Manager Senichi Hoshino führt den "Cool Biz"-Lok der Umweltministerin Yuriko Koike vor

    Manager Senichi Hoshino führt den "Cool Biz"-Lok der Umweltministerin Yuriko Koike vor

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