Neue Struktur bei Raiffeisen macht Kunden zu VIPs

12. Juni 2006, 11:20
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Mit einer Neuausrichtung im Bereich der Raiffeisen Vermögensverwaltungsbank soll die Kundenschicht mit der höchsten Kaufkraft erreicht werden

Im Bankengeschäft haben sich in den vergangenen Jahren zwei Trends abgezeichnet: "Das Thema Private Banking hat österreichweit stark an Bedeutung gewonnen, und es gibt einen Trend zur individualisierten Finanzdienstleistung", erklärt Andreas Zakostelsky, Chef von Raiffeisen Capital Management (RCM) und zuständig für die Vermögensverwaltung. Grund genug für RCM, die Tochter Raiffeisen Vermögensverwaltungsbank neu zu positionieren und auszubauen.

"Vermögensverwaltung in Perfektion"

Das Motto für die Neuausrichtung lautet "Vermögensverwaltung in Perfektion" – kurz: VIP. "Raiffeisen-Kunden profitieren künftig von einer noch stärkeren Kundenorientierung, forcierten Serviceleistungen und einer Optimierung der Investmentprozesse", skizziert Zakostelsky die VIP-Strategie. Die Produkte der Raiffeisen Vermögensverwaltung sind seit 15. Mai in jeder der rund 600 Raiffeisenbanken verfügbar.

"Man muss heute nicht mehr eine halbe Million Euro auf der hohen Kante haben, um in den Genuss von Dienstleistungen zur Vermögensverwaltung zu kommen, meist ist der Einstieg schon mit einem Siebentel dieses Betrages möglich", erklärt Georg-Viktor Dax, Vorstand der Raiffeisen Vermögensverwaltungsbank. Durch die Einführung der fondsbasierten Vermögensverwaltung sei in den vergangenen Jahren die "Einstiegsschwelle" gesunken.

Hinter den drei neuen Produkten steht ein Baukastensystem, das verschiedene Risikoklassen ermöglicht.:

  • VIP classic: standardisierte Vermögensverwaltung auf Basis von Wertpapierfonds und Einzeltitel in vier Risikokategorien, der Investitionsbetrag liegt bei 75.000 Euro,

  • VIP plus: zielt auf Absolute Return durch risikoreichere Assetklassen im Anleihebereich und Alternative Investments ab; es gibt zwei Risikoklassen, investiert werden müssen ebenfalls mindestens 75.000 Euro und

  • VIP individual: spezielle Kundenwünsche werden in die Vermögensverwaltung einbezogen; das Mindestinvestment: 500.000 Euro.

    Erreicht werden sollen "gehobene Privatkunden", bei denen Zakostelsky großes Aufholpotenzial ortet, denn bisher sei Raiffeisen in den Schichten mit der höchsten Kaufkraft unterdurchschnittlich vertreten.

    Dynamische Ziele

    Das verwaltete Vermögen (Assets under Management) der Raiffeisen Vermögensverwaltung soll in den kommenden drei Jahren auf drei Milliarden Euro steigen, was einer Verdoppelung entspricht. 2006 sollen sich die "Assets under Management" auf sechs Milliarden Euro belaufen. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.5.2006)

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