Amex-Bank buhlt um Retailkunden

12. Juni 2006, 11:20
posten

Fondsvertrieb über Partner - US-Bank stockte Österreich-Büro auf und streckt ihre Fühler auch nach Osteuropa aus

American Express (Amex) ist in Österreich hauptsächlich durch den Vertrieb von Kreditkarten bekannt. Dass das Unternehmen auch mit einer Bank in Wien tätig ist, ist eher unbekannt, weil die Amex-Bank ausschließlich im Business-to-Business-Bereich tätig ist und kein Retailgeschäft betreibt.

Retailkunden will man künftig dennoch erreichen, zwar nicht im klassischen Bankgeschäft, aber im Bereich Investment-Banking, erklärt Andreas Ziehensack, Generalbevollmächtigter der American Express Bank, im Gespräch mit dem STANDARD.

Vertrieben werden soll das Amex-Fonds-Angebot über freie Vertriebspartner und Vermögensverwalter sowie über Privatbanken. Ziehensack: "Diesbezügliche Gespräche laufen und einige Anbieter prüfen bereits unsere Produkte". Auch an der zugehörigen Marketing-Strategie werde bereits gefeilt. Eine Nähe zum Kunden und eine umfassende Kundenberatung stünden dabei im Vordergrund. Nach der Aufbauphase wird ein stetiges Wachstum erwartet. "In drei Jahren soll der Bereich Retail 50 Prozent des Österreich-Geschäfts ausmachen", erwartet Ziehensack.

Als "starkes Signal Richtung Retailkunden" wurde mit Markus Melchart, der zuvor beim Vermögensverwalter Epicon tätig war, das Österreich-Büro der Amex-Bank aufgestockt. Auch in Osteuropa streckt die 1850 in New York gegründete Bank ihre Fühler Richtung Privatkunden aus. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.5.2006)

Share if you care.