Emerging Markets und Asien liegen im Trend

12. Juni 2006, 11:20
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Investitionen in Emerging Markets, gepaart mit einer Kapitalgarantie – das sind Komponenten, die derzeit ein Produkt für Anleger reizvoll machen. Auch "Spekulanten" erhalten ihre Chance

Frei nach dem Motto "Aller guten Dinge sind drei" hat die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) diese Woche ihren dritten RICH-Fonds zur Zeichnung aufgelegt. Neben Russland sowie den Emerging Markets Indien und China wird jetzt auch in ganz Asien investiert. Den zwei bisherigen RICH-Fonds – der erste wurde im Herbst 2005 aufgelegt, der Nachfolger zu Jahresbeginn 2006 – sei zusammen ein Volumen von über einer Milliarde Euro zugeflossen, erklärt Andreas Nurscher vom Marketing der BA-CA-Tochter Capital Invest im Gespräch mit dem STANDARD.

"Das RICH-Thema ist vor allem bei Privatanlegern sehr beliebt", sagt Nurscher. "So hohe Volumina hat es bisher bei Publikumsfonds nicht gegeben." Es sei die Kombination des Themas – Russland, Indien, China – verbunden mit einer Kapitalgarantie, die diese Produkte so attraktiv mache. Denn mehr, als dass am Ende der Laufzeit (27. 6. 2013) nicht ein höherer Betrag ausbezahlt wird als die eingelegte Summe, könne nicht passieren. Dieses "Sicherheitsnetz" komme bei Anlegern "gut an". Nach oben seien jedoch alle Gewinnchancen offen. Außerdem sei die Laufzeit mit sieben Jahren ein "überschaubarer" Anlagehorizont.

Bei dem seit 15. Mai zeichenbaren Fonds "RICH Asia Garantie 6/2013" wurde der Anlagehorizont bei Aktien auf ganz Asien ausgeweitet. Japan wird zusätzlich in den Fokus gerückt. "Japan spielt eine große Rolle, der Aktienmarkt hat sich erholt, und es steckt noch viel Potenzial im Markt", erklärt Nurscher. Aber auch andere asiatische Länder wie Korea, Malaysia, Singapur, Thailand oder die Philippinen zählen zum Anlagehorizont.

Gefragtes Thema

"Wir orten weiterhin sehr große Nachfrage nach Garantieprodukten, die in Wachstumsmärkte investieren", sagt Helmut Sobotka, Vorstandsvorsitzender der Capital Invest. Die Erweiterung des Veranlagungsraums auf ganz Asien mit Schwerpunkt Japan begründet Sobotka mit der steigenden Attraktivität des japanischen Aktienmarktes: "Wir sehen nach Jahren der Stagnation in Japan endlich wieder ein stabiles Wirtschaftswachstum und steigende Unternehmensgewinne."

Neben dem Aktienanteil – er beträgt bei Fondsstart etwa 25 Prozent und kann auf bis zu 50 Prozent angehoben werden – speisen Euro-Anleihen mit hoher Bonität den Fonds. Diese sollen dem Produkt eine Stabilität geben. Die Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen soll flexibel, je nach Marktentwicklung, gesteuert werden. Die Mindestinvestmentsumme beträgt 4000 Euro, der Ausgabeaufschlag vier Prozent.

Für Anleger, die bewusst auf Garantien verzichten wollen, läuft gleichzeitig die Zeichnungsfrist für einen reinen RICH-Aktienfonds. Der "Capital Invest RICH Stock" investiert nur in Russland, In 6. Spalte dien und China. Anleger, die sich für diesen Fonds entscheiden, "müssen bereit sein, entsprechende Kursschwankungen zu akzeptieren, und sie sollten längerfristig orientiert sein", erklärt Sobotka. Die Zeichnungsfrist für beide Produkte läuft bis 26. Juni 2006. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.5.2006)

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