Österreichischer Cartellverband: 150 Jahre "Für Gott und Vaterland"

20. Oktober 2006, 10:38
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Buch und Fest zum runden Geburtstag der Couleurstudenten

Wien - Die Wirkungsgeschichte des Österreichischen Cartellverbandes (ÖCV) sowie seine Vernetzungen in Politik, Kirche und Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) sind in der neuen Publikation "Für Gott und Vaterland" nachzulesen, die in einer Pressekonferenz am Mittwoch präsentiert wurde. Der Vorsitzende der Verbandsführung, Helmar Kögl, berichtete weiters über das Programm für die Feierlichkeiten anlässlich des runden Geburtstages.

Der mit 13.000 Mitgliedern größte Studenten- und Akademikerverband Österreichs hat eine neue "Pflichtlektüre". 30 Jahre Arbeit des Autors Gerhard Hartmann sind auf über 824 Seiten in dem Buch "Für Gott und Vaterland" nachzulesen. Der Autor gibt Einblick in die Wirkungsgeschichte des CV in Österreich, auf dessen diverse Vernetzungen in Politik , Kirche und ÖH und legte einen Schwerpunkt in die Darstellung des Widerstandes des CV gegen den Nationalsozialismus und der Auseinandersetzung mit den "schlagenden Kräften". Das Buch soll den "Mitgliedern als Lektüre und dem politischen Journalismus als Quelle zum Nachlesen und zitieren dienen", so Hartmann.

150 Jahre nach der Gründungsstunde des Cartellverbandes (CV) werden die Jahreshauptversammlungen der deutschen und österreichischen Verbände erstmals gleichzeitig in München abgehalten. Vom 25. bis 28. Mai werden tausende katholische Couleurstudenten aus ganz Europa diesen Anlass feiern. Neben einem Eröffnungsgottesdienstes, einem Festball und einem akademischen Festakt wird eine Gedenkfeier in Dachau am 27. Mai abgehalten. Über 50 Mitglieder starben in KZs, mehr als 100 waren im KZ Dachau inhaftiert. Prominente CVer, die in einem KZ inhaftiert waren, sind Leopold Figl, Felix Hurdes und Kurt Schuschnigg. (APA)

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