Umfrage: Mehrheit für staatliche Wasserkraftwerke

1. Juni 2006, 19:52
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83,3 Prozent der Befragten fürchten, dass der Deal eine Erhöhung des Strompreises bringen werde

Wien - Die Österreicher sind für einen Verbleib des Staatsanteils an österreichischen Wasserkraftwerken, geht aus einer im Auftrag des Umweltdachverbands durchgeführten Umfrage des Instituts marketmind hervor, bei der 500 Österreicher befragt wurden. 96,9 Prozent der Befragten wollen, dass die österreichischen Wasserkraftwerke auch zukünftig gesichert in österreichischer Hand bleiben.

Zwei Drittel der heimischen Bevölkerung befürchten laut Umfrage, dass das neue Großunternehmen OMV-Verbund von einem großen europäischen Konzern übernommen wird. 83,3 Prozent der Österreicher sind der Ansicht, dass der Deal eine Erhöhung des Strompreises bringen werde. 62,5 Prozent halten die bevorstehende Fusion insgesamt für nicht wünschenswert. Rund zwei Drittel der Befragten lehnen eine Änderung der Verfassungsbestimmung ab, die eine staatliche Mehrheit von 51 Prozent an den Energieversorgungsunternehmen und im Besonderen der Verbundgesellschaft vorsehen.

"Wildes Ausverkaufstreiben"

"Das sollte den Verantwortlichen doch zu denken geben", bemerkte Umweltdachverbandspräsident Gerhard Heilingbrunner in einer Pressemitteilung. Es sei daher höchst an der Zeit, endlich eine umfassende Österreichische Stromlösung zu verwirklichen und den geplanten Deal OMV-Verbund abzublasen. Man hoffe, dass die Landeshauptleute dem "wilden Ausverkaufstreiben" einiger Bundespolitiker einen Riegel vorschieben.

Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll wird wie berichtet als Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz in der nächsten Woche eine außerordentliche Sitzung zum Thema Energie einberufen. (APA)

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