Grünbrücken für Tiere auf Autobahnen geplant

5. Juni 2006, 18:43
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Österreichs Autobahnen zerschneiden große Teile europäischer Wildtierwege

Wien - Laut dem World Wildlife Found (WWF) zerschneiden Österreichs Autobahnen große Teile europäischer Wildtierwege und damit die Vernetzung europäischer Wildtierpopulationen. Gemeinsam mit der Asfinag und dem Verkehrsministerium wolle man jetzt die "Wanderwege" der Tiere sichern, teilten die Initiatoren mit.

20 Grünbrücken geplant

Bis 2027 will die Asfinag rund 20 so genannte Grünbrücken an besonders betroffenen Orten errichten. Bleiben die Tiere voneinander getrennt, droht beispielsweise den österreichischen Braunbären das Aussterben. Brücken allein helfen nicht: Ein Wildtier-Korridor mache nur dann Sinn, wenn die gesamte Strecke zwischen den Populationen barrierefrei passierbar bleibt, erklärten die Experten

Bis drei Millionen Euro wird eine "Wildquerungsbrücke" kosten. "Rund 20 bis 30 Prozent der Bauinvestitionen für Autobahnen und Straßen werden bereits für Umwelt- und Lärmschutz ausgegeben", erklärte Werner Kaufmann, Asfinag-Fachexperte für Umweltschutz.

Für Viktoria Reiss-Enz, von der Abteilung Planung und Umwelt des Verkehrsministeriums, bildeten eine Grundlagenstudie und die Studie des WWF die Basis für die Nachrüstung der Bauwerke. (APA)

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