Schneider belastet Fendrich: Soll Kokain weitergegeben haben

12. Juni 2006, 11:10
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Anwalt: "Glatte Lüge" - Der Schneider habe das der Polizei nicht gesagt

Wien - Nach Rainhard Fendrichs Drogenbeichte hat ein von dem Sänger belasteter Wiener Schneider zum Gegenschlag ausgeholt. Der Mann sagt, Fendrich habe an ihn Kokain weitergegeben. Fendrichs Anwalt dementiert ("glatte Lüge"); der Schneider habe so etwas nicht dem U-Richter und der Polizei gesagt, sondern nur News.

"Wir wissen davon auch nichts", erklärte Oberst Roland Frühwirth von der Kriminaldirektion 1. Fendrich hatte bisher stets beteuert, niemals Kokain weitergegeben zu haben. Der beschuldigte Scheider soll angeblich für Fendrich ein Kostüm angefertigt haben. In weiterer Folge soll der Sänger immer wieder in seinen Salon gekommen sein und Kokain konsumiert haben.

"Retourkutsche"

Für Anwalt Ainedter sind die Aussagen eine "Retourkutsche". "Das stimmt alles nicht", so der Anwalt von Fendrich. Würden sich die Vorwürfe bestätigen, drohen Fendrich weitreichende Konsequenzen. Die Weitergabe von Kokain -könnte einen Strafprozess zur Folge haben.

"Ein kleiner Fisch

"Er ist in Wahrheit ein kleiner Fisch", sagte Oberst Roland Frühwirth von der Kriminaldirektion 1. Rainhard Fendrich wird bei seinem Wien-Konzert im Wiener Prater am Samstag nicht erneut von der Polizei einvernommen oder gar festgenommen. Frühwirth wies auch mediale Behauptungen zurück, dass die Polizei auf Grund der "Labilität" des Sängers gezielt gegen Fendrich vorgegangen ist. "Er ist ja die meiste Zeit in Mallorca. Wir mussten also Zugreifen, wenn er in Wien ist", sagte Frühwirth.

Nach dem Auffliegen mehrerer Dealer, die auch mehrere Prominente mit Kokain versorgt haben, laufen indes die Ermittlungen weiter. Auch wenn sie durch die Veröffentlichung des polizeilichen Aktes in der Nachrichten-Illustrierten "News" erheblich gestört worden sind, erklärt Frühwirth. (APA)

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