"Einfach eine dumme Aktion"

17. Mai 2006, 20:30
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UEFA tauschte Final-Assistent Ole Hermann Borgan aus, der hat sich doch tatsächlich in einem Barcelona-Dress fotographieren lassen

Paris - Der europäische Fußballverband UEFA hat am Dienstagabend auf die Foto-Affäre rund um Schiedsrichter-Assistent Ole Hermann Borgan doch noch reagiert. Der Norweger, der sich im Vorfeld des Champions-League-Finales für eine norwegische Tageszeitung mit einem FC Barcelona-Trikot abbilden ließ, wurde am Tag vor dem Endspiel Barca gegen Arsenal in Paris ausgetauscht. Für Borgan kommt seine norwegischer Landsmann Arild Sundet zum Einsatz. Sundet reiste am Mittwochvormittag von Norwegen nach Paris.

"Er ist und war kein Barcelona-Fan"

Das Blatt "Drammens Tidende" habe laut Borgan einen Bericht überseinen internationalen Einsatz verfasst und ihn aufgefordert, sich in seinem Barca-Shirt fotografieren zu lassen. Die Journalisten hätten ihn auch gefragt, ob er ein Arsenal-Trikot besitze. Er habe aber nur das Barcelona-Trikot.

Schiedsrichter Hauge tadelte in einem am Abend in Paris öffentlich verlesenen Statement seinen Assistenten. "Er ist und war kein Barcelona-Fan. Es war einfach eine dumme Aktion, die er sehr bereut", sagte der 40-Jährige. Borgan habe mit dem Foto seine Freude über die Berufung für das Spiel in Paris ausdrücken wollen. "Das war nicht sehr intelligent, sich im Trikot eines Finalisten fotografieren zu lassen", so Hauge.

Trainer hatten gelassen reagiert

Auch die Trainer der Finalisten reagierten gelassen. Arsenal-Coach Arsene Wenger sagte: "Es ist unglücklich, weil jetzt Raum für Spekulationen existiert. Aber ich vertraue den Schiedsrichtern." Sein Barca-Kollege Frank Rijkaard schlug ähnliche Töne an: "Ich bezweifele nicht die Unabhängigkeit des Schiedsrichters. Diese Geschichte ist nur toll für die Medien", sagte der Niederländer und zeigte sich von der humorvollen Seite. "Arsenal sollte ihm ganz schnell ein Trikot schenken und ein Foto machen, dann steht es 1:1." (APA)

  • Borgan im  "Drammens Tidende".

    Borgan im "Drammens Tidende".

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