Euphorische Reaktionen aus Slowenien

12. Juni 2006, 14:25
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Finanzminister Bajuk mahnt schon jetzt "budgetäre Disziplin" ein - EU-Kommissar Potocnik: "Historischer Tag für Slowenien und Europa"

Laibach - "Das ist ein historischer Tag für Slowenien und Europa". Mit diesen euphorischen Worten begrüßte der slowenische EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung, Janez Potocnik, die Entscheidung der EU-Kommission, dass Slowenien Anfang 2007 der Eurozone beitreten kann.

Die Kommission habe diese Entscheidung einstimmig und ohne Diskussion getroffen, sagte Potocnik laut der slowenischen Nachrichtenagentur STA. Zwar muss dieser Entschluss noch am EU-Gipfel und von den Finanzministern am 11. Juni bestätigt werden, aber "größere Hindernisse für die Einführung des Euro gibt es keine mehr", sagte er. Das sei eine Anerkennung für die gute Arbeit aller, die in Slowenien für die makroökonomische Politik sorgten. Die Stabilität der öffentlichen Finanzen sei auch weiter eine "langfristige Aufgabe, die auch kurzfristige Aufmerksamkeit fordert", betonte Potocnik.

Das slowenische Radio sendete eine Reihe von Erklärungen führender slowenischer Wirtschaftsexperten, die positive "oder zumindest keine negative" Folgen der Euro-Übernahme erwarten.

Finanzminister Andrej Bajuk sagte der Nachrichtenagentur Reuters, er sei sicher, dass die Euro-Einführung die slowenische Inflation - die heuer rund zwei Prozent betragen dürfte - nicht wesentlich antreiben werde. "Ab 1. Jänner 2007 wird meine größte Angst sein, dass sich Slowenien nach Erreichung dieses großen Zieles zurücklehnen könnte. Wir müssen aber finanziell diszipliniert bleiben, und wir müssen das der Bevölkerung auch mitteilen", sagte Bajuk, der davon überzeugt ist, dass der Euro der slowenischen Wirtschaft ganz allgemein nützen werde. (APA/red)

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    Sloweniens Finanzminister Andrej Bajuk hielt den Euro am Dienstag schon in Händen.

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