Telekom Austria: Analysten erwarten Ergebnisplus

8. Juni 2006, 14:45
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Wien - Die Wertpapierexperten heimischer Großbanken rechnen für die am Mittwoch zur Veröffentlichung anstehenden Erstquartalszahlen 2006 der börsennotierten Telekom Austria (TA) mit einem Zuwachs bei allen Ergebniszahlen.

Die Analysten der Bank Austria-Creditanstalt (BA-CA), der Raiffeisen Centrobank (RCB) und der Erste Bank prognostizierten im Schnitt einen um 13,8 Prozent höheren Umsatz von 1.141,9 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) soll laut der Konsensschätzung um 22,9 Prozent von 173,7 Mio. Euro in der Vorjahresperiode auf nun 213,5 Mio. Euro wachsen.

Der Nettogewinn wird durchschnittlich auf 145,6 Mio. Euro geschätzt, dies entspricht einer Steigerung von 25,8 Prozent. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erwarten die Experten ein Plus von 13,9 Prozent auf 497,0 Mio. Euro.

Einnahmen im Festnetzbereich rückläufig

Claudia Vince-Bsteh, Aktienanalystin der RCB, sieht das Ergebnis durch die Übernahme des bulgarischen Handymarktführers Mobiltel geprägt. Zusätzlich dazu seien leicht rückläufige Einnahmen im Festnetzbereich und ein Wachstum im Mobilfunksektor wichtige Faktoren für die Ergebnisentwicklung.

"Beim Ergebnis wird es keine Überraschungen geben", so Andras Szalkai, Analyst der Erste Bank. Wichtiger als die Präsentation der Quartalsergebnisse bewertet er die Absicht der Telekom Austria-Tochter Mobilkom den serbischen Mobilfunkbetreiber Mobi63 zu übernehmen.

Vom bevorstehenden Führungswechsel erwarten sich die Analysten keine großen Änderungen. "Das Unternehmen wird in ähnlich guter Art und Weise weitergeführt werden", meinte BA-CA Experte Alfred Reisenberger. Am 23.Mai wird TA-Vorstandsvorsitzender Heinz Sundt die Unternehmensführung an TA-Mobilfunkvorstand und Mobilkom-Austria-Chef Boris Nemsic übergeben. (APA)

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