Lotus Notes wird zur Office-Konkurrenz

24. Mai 2006, 08:53
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Nächste Version der IBM-Software kommt mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und OpenDocument- Unterstützung

Im Rahmen der derzeit stattfindenden Konferenz der deutschen Notes User Group hat IBM einen ersten Einblick auf die nächste Lotus Notes-Version - Codename "Hannover" gegeben. Was das Unternehmen dabei ganz nebenbei vorzeigte: "Hannover" wird die klassische Notes-Software um Office-Komponenten erweitern.

Komponenten

So sollen sowohl eine eigene Textverarbeitung, als auch eine Tabellenkalkulation und ein Präsentationssoftware den Notes-KundInnen zur Verfügung stehen. Als Standard-Dateiformat setzt man dabei auf das von zahlreichen Herstellern und Initiativen unterstützte, offene OpenDocument. Aber auch die Microsoft-Office-Formate sollen gelesen und geschrieben werden können.

Einschätzungen

Lotus Notes könnte sich aufgrund der weiterhin starken Marktposition nicht nur als ernsthafte Konkurrenz zu Microsofts Office entwickeln, sondern auch der Verbreitung von OpenDocument einen weiteren Schub verpassen. Beides Umstände die Microsoft wenig erfreuen werden, immerhin versucht man derzeit recht einsam das eigene Office Open XML-Format durchzusetzen.

Von ersten Screenshots der einzelnen Komponenten ist zu erkennen, dass sich IBM optisch recht stark an die Office-Konkurrenz angelehnt hat. Worauf die Notes-Office-Teile basieren, hat IBM bisher nicht bekannt gemacht, da aber schon der eigene Workplace Managed Client auf OpenOffice.org aufbaut, ist eher nicht damit zu rechnen, dass es sich um eine vollständige Neuentwicklung handelt. (red)

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    grafik: hersteller
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