Uniqa kauft in der Ukraine zu

1. Juni 2006, 16:21
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Der heimische Versicherer erwirbt 35 Prozent an der Credo-Classic, eine Mehrheitsübernahme ist bis 2007 geplant

Wien - Die börsenotierte UNIQA Versicherungen AG hat 35 Prozent der ukrainischen Credo-Classic übernommen und damit den ersten Schritt zur vereinbarten Mehrheitsübernahme der Gesellschaft abgeschlossen. Das Closing habe am 15. Mai nach Vorliegen aller behördlichen Genehmigungen stattgefunden, teilte die UNIQA am Dienstag mit.

Die Credo-Classic sei damit nicht nur die sechstgrößte ukrainische Versicherung, sondern auch die größte ukrainische Versicherung mit einem westeuropäischen Aktionär, heißt es.

Schrittweise Übernahme

In weiteren Schritten will die UNIQA zusätzliche Aktienpakete der Credo-Classic übernehmen und den Anteil an der Gesellschaft 2008 bzw. 2009 auf 51 Prozent bzw. 76 Prozent erhöhen. Bereits mit der Übernahme der 35 Prozent erhalte man definierte Management- und Kontrollfunktionen bei Credo-Classic, heißt es in der Mitteilung. Die Gründung einer gemeinsamen Lebensversicherung von UNIQA und Credo-Classic in der Ukraine sei für die nächsten Wochen vorgesehen - Credo-Classic selbst war bisher nur im Sachversicherungsgeschäft tätig.

Die Credo-Classic mit Sitz in Kiew wurde 1994 gegründet und beschäftigt rund 470 Mitarbeiter. Im Jahr 2005 konnte das Unternehmen ein Prämienvolumen von 26,7 Millionen Euro erwirtschaften - ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr - und ist damit die sechstgrößte Versicherung des Landes.

Die UNIQA-Gruppe ist nun in 16 europäischen Ländern aktiv - außerhalb des Stammmarktes Österreich auch in Deutschland, Liechtenstein, der Schweiz, Italien, Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Slowenien, Bosnien, Bulgarien, Rumänien, der Ukraine und Serbien. Inklusive der Neuerwerbungen in Bulgarien, Rumänien, Serbien und der Ukraine liegt der Auslandsanteil des Prämienvolumens bereits bei über 30 Prozent. (APA)

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