Das Ende der E-Commerce-Träume von C&A

4. Juni 2000, 12:32

Nicht nur boo.com kann online keine Kleidung verkaufen...

Wie der Spiegel in seiner morgigen Ausgabe berichtet, gibt der Handelskonzern C&A seine hochfliegenden Pläne für das Online-Shopping wieder auf. Das Unternehmen, das sich als Bekleidungshaus in letzter Zeit ein modernes Image für die "junge Generation" verschaffen wollte, hatte erst im Januar einen vollständig neu gestalteten Internet-Laden eröffnet. "Ein richtungsweisendes und zukunftssicheres Online-Angebot", trommelte C&A damals. "Funktionalität und Übersichtlichkeit platzieren diesen Auftritt an der Spitze der deutschen Mode-Sites", lobte sich das Unternehmen selbst.

Eine Besonderheit des Angebots war unter anderem, dass man online bestellte Waren in jeder C&A-Filiale umtauschen konnte. Doch die Umsätze blieben weit hinter den Erwartungen zurück, schreibt der Spiegel nun. Nach nur fünf Monaten online empfiehlt C&A seinen Kunden nun die traditionellen Geschäfte des Konzerns. Auf der Homepage heißt es lapidar: "Vorübergehend ist das Einkaufen im C&A Online-Shop nicht möglich. Selbstverständlich werden wir Sie auch künftig über Aktuelles rund um C&A auf dem Laufenden halten. Oder schauen Sie doch einfach mal wieder in einer unserer zahlreichen Filialen vorbei." Nach der spektakulären Pleite des Internet-Modehauses boo.com ist dies der nächste Versuch, Kleidung über das Internet zu verkaufen, der offensichtlich kläglich scheitert. (heise)

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