Österreichs Wirtschaft holt Schwung

7. Juni 2006, 08:44
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BA-CA-Konjunkturindikator im April auf höchstem Wert seit 2001 - Möglicher Dollarverfall als Gefahr

Wien - Für die österreichische Wirtschaft zeichnet sich im zweiten Quartal eine Wachstumsbeschleunigung ab. Die Volkswirte der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) orten bessere Bedingungen im Inland und steigende Risiken im Ausland. Der am Dienstag veröffentlichte monatliche BA-CA-Konjunkturindikator stieg im April von 2,9 auf 3,2 und damit auf den höchsten Wert seit 2001.

"Das zweite Quartal beginnt mit einer nochmaligen Beschleunigung der konjunkturellen Dynamik", teilte die Chefvolkswirtin der BA-CA, Marianne Kager, mit. Der Anstieg des Konjunkturindikators sei von einer Verbesserung in fast allen Teilkomponenten und zum größten Teil von der Verbesserung der Konsumentenstimmung getragen worden.

Stimmungsaufhellung

"Nach dem erneuten Anstieg der Konsumentenstimmung und den positiven Signalen am Arbeitsmarkt sollte sich der Konsum im zweiten Quartal dynamischer zeigen als in den letzten drei Quartalen", hofft Stefan Bruckbauer von der BA-CA. Die Auslandsnachfrage sollte sich auch im zweiten Quartal positiv entwickeln, die Stimmung der Industrie im Euroraum habe sich im April erneut verbessert und bewege sich auf einem Niveau wie zuletzt vor sechs Jahren.

Während das erste Quartal nicht zuletzt witterungsbedingt mit 0,5 Prozent zum Vorquartal hinter dem Wachstum des vierten Quartals zurückblieb, sollte das Wachstum im zweiten Quartal wieder stärker werden, meinen die Ökonomen der BA-CA, die im zweiten Quartal für Österreichs Wirtschaft von einem Wachstum von zumindest 0,6 bis 0,7 Prozent ausgehen. Damit liege man im Bereich der Erwartungen für eine Jahreswachstumsrate von 2,5 Prozent für 2006.

Private Nachfrage beschleunigt sich

Für die weitere Entwicklung 2006 gehen die BA-CA-Volkswirte davon aus, dass sich das Wachstum der Auslandsnachfrage in den nächsten Monaten etwas verlangsamen, jedoch nicht einbrechen wird. Für die Inlandsnachfrage würden die Zeichen derzeit relativ günstig stehen, vor allem die private Nachfrage sollte sich weiter etwas beschleunigen. Gefahren für die nächsten Monate bzw. für nächstes Jahr sehen die Ökonomen in der sich verflachenden internationalen Konjunktur und vor allem in einem möglichen Dollarverfall. "Ein Dollar-Kurs von anhaltend 1,75 würde Österreich eine halbes Prozent Wirtschaftswachstum kosten", so Bruckbauer. (APA)

sieht Wachstumsbeschleunigung im zweiten Quartal 2006
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