Deutsche Post mit mehr Gewinn und Umsatz

1. Juni 2006, 16:24
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Überschuss wuchs im ersten Quartal auf 482 Millionen Euro - Jahresprognose angehoben

Bonn - Die Deutsche Post hat im ersten Quartal den Umsatz dank der erstmaligen Einbeziehung des übernommenen britischen Logistikkonzerns Exel kräftig gesteigert. Er stieg um 41 Prozent von 10,5 auf 14,8 Milliarden Euro, wie die Deutsche Post AG am Dienstag in Bonn mitteilte.

Ohne Exel lag der Umsatzanstieg bei 13,4 Prozent. Vor Steuern und Zinsen legte der Gewinn (EBIT) von 871 Millionen Euro vor einem Jahr auf 917 Millionen zu. Der Überschuss stieg von 459 auf 482 Millionen Euro, Analysten hatten etwas mehr erwartet.

Unternehmen schraubt Prognosen hoch

Für das Gesamtjahr 2006 hob der Konzern seine Prognose an. Die Post erwarte nun ein EBIT von mindestens 3,9 Milliarden Euro. Grund sei die Umstellung von Bilanzierungsmethoden bei der Darstellung der Pensionsverpflichtungen von Exel, die zu einem Ergebniseffekt von rund 200 Millionen Euro führten. Bisher hatte die Post einen operativen Gewinn von mindestens 3,7 Mrd. Euro angepeilt. Der Umsatz soll bei rund 60 Mrd. Euro liegen. Auch seine Langfrist-Prognose bis 2009 hob der Konzern leicht von mindestens fünf Milliarden Euro auf 5,2 Milliarden Euro an.

Belastung durch US-Geschäft

Die Express-Sparte der Deutschen Post, die im ersten Quartal einen operativen Verlust ausgewiesen hatte, wird auch im zweiten Quartal durch das US-Express-Geschäft belastet werden.

Die Umsatzverluste in den USA belasteten das Quartalsergebnis, teilte die Post in ihrem ausführlichen Bericht über das erste Quartal am Dienstag mit. "Dieser Trend dürfte sich nach heutiger Schätzung erst zur Jahresmitte umkehren", hieß es.

Im US-Expressgeschäft hatte die Zusammenlegung von zwei US-Luftverkehrszentren 2005 für Qualitätsprobleme und Umsatzrückgänge gesorgt. Das Express-Geschäft hatte für das erste Quartal einen operativen Verlust von 37 Millionen Euro vermeldet, nachdem der Bereich vor Jahresfrist noch ein EBIT von 77 Millionen Euro ausgewiesen hatte. Diese Entwicklung sei allein auf das Amerika-Geschäft zurückzuführen. (APA/dpa/Reuters)

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