Morales bietet ausländischen Firmen Partnerschaft

1. Juni 2006, 15:42
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Präsident spricht vor Europaparlament in Straßburg

Straßburg - Der bolivianische Präsident Evo Morales will ausländische Firmen in seinem Land als "Partner, aber nicht als Besitzer" begrüßen. Die Verstaatlichung der nationalen Öl- und Gasförderung sei erforderlich, um den Reichtum im Land neu zu verteilen, sagte Morales am Montag vor dem Europaparlament in Straßburg. Er betonte dabei, dass kein Mensch vertrieben oder enteignet würde.

"Bolivien hat noch nie jemanden vertrieben", sagte der Präsident. Er sprach sich auch für eine Bekämpfung von Kokain- und Drogenhandel aus, doch dürfe dieser Kampf "kein neues Instrument der Kolonialisierung werden".

Morales hatte bereits beim EU-Lateinamerika-Gipfel letzte Woche in Wien seine Politik verteidigt, die vor allem bei den USA, aber auch in der EU und bei Boliviens Nachbarn auf Kritik stößt. (APA/dpa)

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