Erniedrigte und Gedopte

4. Juli 2006, 21:39
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"Offen gesagt": Diese "Großbäckerei" hätte man durchaus länger diskutieren können - Sind die alle fertig!

Erniedrigte und Gedopte

Er fühle sich derzeit nicht einmal fähig, eine Colaflasche aufzuschrauben: Dieses vom derzeit in Suchttherapie auf Mallorca befindlichen Rainhard Fendrich übermittelte Zitat war nur einer der Höhe- bzw. Tiefpunkte am Sonntagabend bei Offen gesagt.

Da plauderte Fendrichs Ex-Manager darüber, wie man jemandem das Image eines "perfekten Schwiegersohns" verpasst, das man sich gefälligst auch nicht kaputtmachen sollte mit einem oder mehreren Ferraris in der Nase, und dass er das mit der Colaflasche nicht glaubt. Da signalisierte der aus diversen Suchtkrankheiten genesene Ex-Beinahe-Superstar Tony Wegas, dass er sich so einen Manager sehr wünschen würde. Ein Suchtberater begeisterte in etwa mit: Stell dir vor, es gibt Koks und keiner geht hin. (Davon abgesehen, dass das Zeug offenbar erschreckend billig geworden ist.)

Die Moderatorin flehte ihn und einen Drogenfahnder förmlich an, sich doch direkt an die im Publikum befindlichen Jugendlichen zu wenden. Dass es nicht nur hier zu Lande vermutlich noch mehr Erfolgstypen gibt, die eigentlich sehr melancholisch sind, aber weiter schnupfen, was die Nasenscheidewand hält – man konnte es sich lebhaft vorstellen, als Peter Cornelius, auch schon ein wenig verlebt, aber clean und durchaus eloquent, meinte: Er habe ein untrügliches Gespür dafür entwickelt, wann es "wo staubt wie in einer Großbäckerei".

Diese "Großbäckerei" hätte man durchaus länger diskutieren können. Viele der Kids im Publikum mögen sich gedacht haben: Sind die alle fertig! (cp/DER STANDARD, Printausgabe, 16.5.2006)

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