Evangelische Generalsynode kritisiert Asyl- und Fremdenrechtspraxis

9. Juni 2006, 15:54
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Aufforderung an Bundesregierung, Praxis "im Sinne der humanitären Tradition" zu verändern

St. Pölten - Die Generalsynode der Evangelischen Kirche hat bei einer Tagung am Samstag in St. Pölten die österreichische Praxis des Asyl- und Fremdenrechts kritisiert. Synodenpräsident Peter Krömer, Bischof Herwig Sturm und der niederösterreichische Landessuperintendent Wolfram Neumann unterzeichneten die Erklärung, in der von der Regierung gefordert wird, "die Praxis des Asyl- und Fremdenrechts im Sinne der humanitären Tradition unseres Landes zu verändern".

Konkret fordert die Evangelische Kirche laut Aussendung des evangelischen Pressedienstes vom Sonntag, dass Familien und Ehepaare nicht getrennt werden, die Schubhaft gemäß den Empfehlungen des Menschenrechtsbeirats reformiert wird und dass schwer kranke und traumatisierte AsylwerberInnen in Österreich zum Verfahren zugelassen werden. (APA)

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