Wiener Nikotin Institut begrüßt Mindestpreise

6. Juni 2006, 10:29
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Wissenschaftlicher Leiter Ernest Groman rechnet dadurch wieder mit einem Anstieg der entwöhnungswilligen Raucher

Wien - Das Wiener Nikotin Institut begrüßt die Einführung des Zigaretten-Mindestpreises von 3,25 Euro pro Packung per 15. Mai 2006. Dies sei ein "mutiger Schritt der Gesundheitsministerin", meinte der wissenschaftliche Leiter des Instituts, Ernest Groman, in einer Aussendung.

Mindestpreise seien der einzige Weg, den andauernden Preiskrieg der Tabakkonzerne zu beenden und Österreichs Jugendliche vor den Lockangeboten zu schützen. "Wir gehen davon aus, dass durch die Mindestpreise die Zahl der Freiwilligen, die das Rauchen bleiben lassen möchten, wieder erheblich steigen wird", so Groman weiter. Das Nikotin Institut habe zuletzt einen starken Rückgang bei der Zahl der Entwöhnungsfreiwilligen registriert, zuletzt etwa um zwanzig Prozent, heißt es. "Das Gesundheitsministerium hat erkannt, dass Mindestpreise für Zigaretten der einzig effektive Weg ist, den Preiskrieg zu beenden und die Gesundheit der Österreicher zu schützen", so Groman.

Durch ein Anheben des Zigarettenpreises gehe der Rauchkonsum zurück - dies habe eine Studie, die in 52 europäischen Staaten durchgeführt wurde, bestätigt. Bei einem Preisanstieg von zehn Prozent sei der Tabakkonsum um fünf bis sieben Prozent zurück gegangen. (red)

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    Der Mindestpreis von 3,25 Euro je Packung gilt ab 15. Mai. Die EU hat angekündigt, dagegen zu klagen.

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