Trinkwasser für Millionen

15. Mai 2006, 21:32
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25jähriges Firmenjubiläum bei Aqua Engineering: Das Mondseer Unternehmen versorgt 18 Millionen Menschen mit sauberem Trinkwasser.

Trinkwasser direkt aus der Leitung ist in unseren Breitengraden selbstverständlich, in China oder den Vereinigten Arabischen Emiraten jedoch muss erst Meerwasser entsalzt oder Fluss- bzw. Abwasser behandelt werden, um die Bevölkerung mit trinkbarem Wasser versorgen zu können. Auf diesem Gebiet ist Aqua Engineering seit 25 Jahren Vorreiter. "Wir haben ein sympatisches Produkt, das den Menschen dient, unsere Anlagen arbeiten ohne die Umwelt zu belasten, unsere Mitarbeiter sind zum Großteil hoch qualifiziert und wir exportieren zu 100 Prozent." So beschreibt Aqua Engineering-Geschäftsführer Hannes Laimer das Erfolgsrezept seines Unternehmens.

Hauptmärkte China und Arabische Emirate

Spezialgebiete der Aqua Engineering, die weltweit einer der führenden Anlagenbauer auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung ist, sind Anlagen zur Meerwasserentsalzung, Trinkwasseraufbereitung und Abwasserbehandlung. Die größten Anlagen hat das Mondseer Unternehmen in China und den arabischen Emiraten. So wird zum Beispiel in acht Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung in den Emiraten durch ein spezielles Verfahren ("Umkehrosmose") aus Meerwasser gesundes Trinkwasser. In China gewinnt Aqua Engineering Trinkwasser vor allem aus der Aufbereitung von Oberflächenwasser und Flusswasser. In den größten Anlagen in China – in der Provinz Guangdong – werden durch Aqua Engineering-Anlagen fast 3 Millionen Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt.

"Auftragspolster" im Osten

Als Wachstumsschwerpunkt für die kommenden Jahre bezeichnet Laimer Osteuropa: "Hier haben wir schon viele Projekte gemacht, es gibt aber auch noch sehr viel zu tun. Große Chancen und Möglichkeiten gibt es durch EU-Förderungen für Infrastrukturmaßnahmen in den Beitrittsländern, hier profitieren wir sehr. Wir haben in den osteuropäischen Ländern also ein Auftragspolster für die Zukunft." Alleine in Ungarn, Kroatien, Slowenien und Rumänien konnte Aqua Engineering in den letzten Jahren Aufträge im Wert von über 100 Millionen Euro verbuchen. "Hier können wir mutig in die Zukunft blicken – ohne aber übermütig zu werden. Jedenfalls werden wir in diesem wachsenden Markt dabei sein", sagt Laimer. In Ungarn und Rumänien gibt es auch schon eigene Aqua Engineering-Standorte.

Vorreiter in der Technik

Durch ein neues Verfahren in der Trink- und Abwasseraufbereitung sowie bei Entsalzungstechniken will Aqua Engineering in Zukunft den Chemikalienverbrauch verringern. Das so genannte Membran-Trennverfahren arbeitet außerdem energieeffizieter und ermöglicht eine Platz sparende Bauweise. Generell ist Aqua Engineering technisch immer am Zahn der Zeit: "Mit unseren Mitarbeitern, die zum Großteil hoch qualifizierte Techniker sind, versuchen wir ständig, unsere Anlagen weiterzuentwickeln", erklärt Laimer. (hol)
Weitere Informationen zu Aqua Engineering.

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  • Artikelbild
    johanna holzmann
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