Utopien und ein Porträt mit Zigarre

11. Mai 2006, 20:12
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Die Fotogalerie Westlicht präsentiert eine Ausstellung des Fotografen René Burri, der u.a. Ernesto "Che" Guevara ablichtete

Das Zusammentreffen ist Zufall. Aber charmant: Ausgerechnet während des Lateinamerikagipfels in Wien widmet die Fotogalerie Westlicht (7, Westbahnstraße 40) René Burri eine große Ausstellung ("Utopia", bis Mitte Juni). Der legendäre Porträt-, Reportage- und Architekturfotograf wurde 1933 in Schweiz geboren, wurde aber vor allem mit mittel- und südamerikanischen Motiven berühmt. Etwa jenes Porträtfoto, das Ernesto "Che" Guevara Zigarre rauchend zeigt. "Dieses Schlüsselbild im Original sehen zu können", geriet STANDARD-Fotograf Robert Newald Mittwochabend bei der Ausstellungseröffnung ins Schwärmen, sei "wirklich etwas Besonderes." Newald war aber nur einer von vielen, die sich freuten, mit der Ikone im Laufe des Abends mehr als bloß den eventüblichen Smalltalk führen zu können - und sich berühmte Bilderserien (etwa von Pablo Picasso oder Le Corbusier) erklären zu lassen. Oder über Architektur zu philosophieren. Newald: "Es ist spannend, in einer Zeit, in der Utopien weit gehend fehlen, Burris Fotos von der Eröffnung von Brasilia zu sehen - und zwar sowohl aus einer ästhetischen wie aus einer politischen Perspektive." (DER STANDARD - Printausgabe, 12. Mai 2006)
  • "Spannend, das Original zu sehen." Burri fotografierte Che - und Newald beide zusammen.
    foto: standard/robert newald

    "Spannend, das Original zu sehen." Burri fotografierte Che - und Newald beide zusammen.

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