Proteste gegen Fox vor der Hofburg

8. Juni 2006, 13:37
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Demonstranten forderten "Freilassung politischer Gefangener"

Wien - Nach seinem Gespräch mit Heinz Fischer weilte der mexikanische Präsident Vicente Fox noch bei einem vom Bundespräsident gegebenen Mittagessen. Vor der Hofburg "versammelten" sich unterdessen Demonstranten, die Fox hernach mit Protesten "begrüßen" wollten. Sehr beeinduckt dürfte dieser wohl nicht gewesen sein. Das Grüppchen bestand aus maximal zehn Personen, die Fox aber lautstark als "Asesino", also "Mörder" beschimpften.

Auf Transparenten forderten die Demonstranten im Zusammenhang mit den Ausschreitungen in der mexikanischen Kleinstadt San Salvador Atenco die "Freilassung politischer Gefangener". Ein junger Mann mit Megaphon gab besonders laut den Ton an. Er skandierte: "Nieder mit Fox, nieder mit dem Faschismus."

Kundgebung vor Botschaft

Zuvor hatten am Rande des Fox-Besuchs und des EU-Lateinamerika-Karibik-Gipfels (EULAC) Aktivisten bereits vor Mexikos Botschaft in Wien-Wieden gegen ihre Regierung demonstriert, die für "Ermordungen und Vergewaltigungen" von Bewohnern der Kleinstadt San Salvador Atenco verantwortlich sein soll.

Die Bewohner des Dorfes würden sich, so die Demonstranten, einem großem Bauprojekt der Regierung in den Weg stellen, was die Herrschenden mit "brutaler Polizeigewalt" beantworten. Fox erklärte dazu bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Fischer, der gerechtfertigte Einsatz werde in "voller Respektierung der Gesetze" komplett untersucht. "Das letzte Wort werden die Richter haben." (APA)

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