Pilger von heute ist Gast von morgen

22. Juni 2006, 17:20
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Wirtschaft rechnet mit größeren Auswirkungen beim Besuch des Pontifex im September in der Oberpfalz als durch die Fußball-Weltmeisterschaft

Regensburg - Rund vier Monate vor der Reise von Papst Benedikt XVI. nach Bayern registrieren die Hotels in Regensburg eine große Nachfrage für den Besuchszeitraum. Bei den Hotels gebe es "verstärkte Buchungen", einige seien bereits ganz ausgebucht, sagte am Donnerstag der Hauptgeschäftsführer der Regensburger Industrie- und Handelskammer (IHK), Jürgen Helmes.

Der Besuch des Pontifex am 12. und 13. September in der Oberpfalz werde größere Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft haben als die Fußball-Weltmeisterschaft. "Wir rechnen mit zusätzlichen Einnahmen auf Grund der rund 350.000 anreisenden Pilger", meinte Helmes. Neben der Gastronomie würden auch die Einzelhändler, die Bahn und die Busunternehmen profitieren.

Allerdings bringe das Großereignis einigen Betrieben auch Nachteile. Etwa 560 Unternehmen seien von den großflächigen Straßensperren betroffen. Mehrere Betriebe, darunter das Regensburger BMW-Werk, werden voraussichtlich am Tag des geplanten Open-Air-Gottesdienstes schließen.

Helmes geht aber davon aus, dass der Papstbesuch auch langfristig einen positiven Effekt für die Stadt haben wird. Die einmalige Chance, kurz "im Fokus der Weltöffentlichkeit" zu stehen, sollte die Region nutzen, um sich erfolgreich, sympathisch und weltoffen zu präsentieren. "Die Besucher, die zum Papst nach Regensburg strömen, werden sich später an dieses Ereignis und unsere schöne Stadt erinnern", glaubt Helmes. "Der Pilger von heute ist der Gast von morgen." (APA/dpa)

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