Italiens BIP um 0,6 Prozent gestiegen

1. Juni 2006, 16:54
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Die italienische Wirtschaft spürt den Wind des Aufschwungs - Positive Signale für italienische Industrie

Rom - Die italienische Wirtschaft spürt den Wind des Aufschwungs. Im ersten Quartal 2006 kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Italien um 0,6 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2005, als das BIP nicht gewachsen war. Gegenüber dem Vergleichsquartal 2005 kletterte das BIP um 1,5 Prozent, teilte das nationale Statistikamt Istat am Donnerstag mit. Es handelt sich um das stärkste BIP-Wachstum seit dem zweiten Quartal 2001. Damals war das BIP um 2,3 Prozent gestiegen.

Nach Angaben der Wirtschaftskammer Unioncamere sollte das BIP in Italien bis Ende 2006 um 1,3 Prozent wachsen. Dies sei vor allem dem stärkeren Konsum der italienischen Haushalte (plus ein Prozent) zu verdanken. Auch die Investitionen der Unternehmen sollten um 2,6 Prozent wachsen, hieß es.

Hoffnung für Wahlsieger

Die positiven Ergebnisse im ersten Quartal geben dem italienischen Wahlsieger Romano Prodi Hoffnung. Dieser wird voraussichtlich am Dienstag mit der Bildung einer Mitte-Links-Regierung beauftragt. "Nach fünf Jahren von Null-Wachstum ist das Ergebnis im ersten Quartal ein Grundstein, auf dem man wachsen kann. Die Statistikdaten beweisen, dass es auch in Italien einige Zeichen des Aufschwungs gibt. Die neue Regierung soll diese Chance nutzen", sagte Gewerkschaftschef Guglielmo Epifani.

Die italienischen Kaufleute, die stark unter dem Konsumrückgang der vergangenen Jahren gelitten haben, warnten jedoch, dass Italien weiterhin Schlusslicht der EU in puncto Wirtschaftswachstum sei. "Für die neue Regierung muss die Förderung des Wirtschaftswachstums eine absolute Priorität sein", forderte der Kaufleuteverband Confesercenti. (APA)

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