Rebellen benennen Delegation für Friedensgespräche

12. Juni 2006, 13:03
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Regierung: Aufständische werden nicht mehr als Terrororganisation betrachtet

Kathmandu - Die maoistischen Rebellen in Nepal haben eine dreiköpfige Delegation für die geplanten Friedensgespräche mit der neuen Regierung benannt. Angeführt wird die Abordnung vom Sprecher der Aufstandsbewegung, Krishna Mahara, wie die unabhängige Online-Nachrichtenagentur Kantipur am Mittwoch meldete.

Die Rebellen hatten vorige Woche ein Angebot der Regierung zu Friedensgesprächen akzeptiert. Beide Seiten haben eine Waffenruhe erklärt, nachdem König Gyanendra unter dem Druck wochenlanger Proteste zum Machtverzicht gezwungen worden war.

Die Aufständischen würden nicht mehr als Terrororganisation betrachtet, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Khadga Prasad Oli in der vergangenen Woche. Die Rebellen hatten die Proteste der Opposition gegen die Alleinherrschaft von König Gyanendra unterstützt. Damit scheinen die Aussichten für einen Erfolg von Friedensverhandlungen weit günstiger zu sein als bei den 2001 und 2003 gescheiterten Gesprächen. In dem Bürgerkrieg kamen in zehn Jahren 13.000 Menschen ums Leben. (APA/AP)

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