Fendrich macht bereits Entzug auf Mallorca

12. Juni 2006, 11:10
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Anwalt: Sänger "froh, dass es ein Ende hat" - Polizei sagte zu, dass nichts an die Öffentlichkeit geht

Rainhard Fendrich ist "froh, dass es ein Ende hat", erklärte sein Anwalt, Manfred Ainedter, am Mittwochabend im Gespräch mit der APA. Fendrich befindet sich derzeit auf Mallorca. "Er hat erkannt, dass er das alleine nicht mehr schafft, und hat sich in Therapie begeben."

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"Es ist richtig, dass ich seit mehreren Jahren in regelmäßigen Abständen Kokain konsumiert habe und mich mehr und mehr in eine Anhängigkeit begeben habe, ohne es mir einzugestehen", so reagierte Rainhard Fendrich am Mittwochabend in einer Erklärung auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

"Die Tatsache, dass ich es vor Familie, meiner Lebenspartnerin und Freunden verheimlichen konnte, gab mir das trügerische Gefühl alles unter Kontrolle zu haben. Erst als ich der Polizei gegenüber saß, wurde mir klar, dass ich ohne fremde Hilfe nicht mehr aus diesem Teufelskreis heraus komme", so der Sänger weiter.

Bei Stress darauf zurückgegriffen

Schon in der Vergangenheit hatte er mehrmals versucht, von den Drogen loszukommen - "mit wenig Erfolg". "Da ich immer unter Stress darauf zurückgegriffen habe und gedacht habe, jeder Zeit damit aufhören zu können", so Fendrich weiter.

Letztendlich sei er froh, "dass ich durch die jetzige Situation den Anstoß bekommen habe, eine Entziehungskur zu machen" Dazu habe er sich vier Wochen mit einem Arzt seines Vertrauens auf Mallorca zurückgezogen. "Ich stehe weiterhin unter ärztlicher Betreuung und weiß jetzt, dass ich diese Behandlung erfolgreich abschließen werde", gab sich der Sänger optimistisch. Ich habe nur mir allein geschadet, es sind keinerlei andere Personen zu Schaden gekommen sind", betonte Fendrich.

Polizei sagte zu, dass nichts an die Öffentlichkeit geht

Der Anwalt erfuhr erst am Dienstag, dass es die Geschichte um Fendrich gibt. Sein Mandant habe in den Einvernahmen bestätigt, was "die Behörden ohnehin schon gewusst haben", erklärte der Advokat. Ausführlich und in Ruhe habe er bisher nicht mit seinem Mandanten sprechen können. Zu den Namen anderer Prominenter, die laut "News" Kokainkonsumenten gewesen sein sollen, sagte Ainedter: "Kein Kommentar."

Empört zeigte sich der Rechtsanwalt, darüber, dass die Geschichte an die Öffentlichkeit gelangt ist: "Ich finde es skandalös, dass das in der Zeitung steht. Ich weiß von allen Beteiligten sowohl bei der Staatsanwaltschaft als auch bei der Polizei, dass zugesagt wurde, dass nichts an die Öffentlichkeit geht. Das kann nur unter Verletzung des Strafrechts geschehen sein." (APA)

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