Studie hält Open Source Software für rechtlich problematisch

13. Juni 2006, 13:15
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Wolfgang Zankl, Leiter des e-center: "Die Rechtslage bei Open Source Software ist weiterhin unsicher, oft bestehen nicht einmal Gewährleistungsanspruche, wenn es zu Fehlfunktionen der Software kommt"

Das europäische zentrum für e-commerce und internetrecht (e-center.co.at), die größte europäische Initiative für Rechtssicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie, hat eine Studie vorgelegt, die rechtliche Sicherheitslücken von Open Source Software aufzeigt (Executive Summary „Open Source – open end ?“).

Rechtsunsicherheiten

Demnach sei vor allem aus kommerzieller Sicht der Vertrieb und die Anwendung nicht-proprietärer Software von gewissen Rechtsunsicherheiten begleitet. Unternehmen, die Open-Source Software anbieten, müssen bei Softwarefehlern trotz des Haftungsausschusses der GPL mit Gewährleistungs- und Schadenersatzpflichten rechnen. Unternehmen, die Open Source Software verwenden, sind unter Umständen mit Weitergabepflichten konfrontiert, ist dem Resumee der Studie zu entnehmen.

Update

Ein nun von Sabine Hartzhauser, leitende Mitarbeiterin des e-center, erarbeitetes Update der Studie belegt, dass es um die Rechtssicherheit in der Zwischenzeit nicht besser steht.

Gewährleistungsansprüche

Auch Wolfgang Zankl, Leiter des e-center, bestätigt dies: "Die Rechtslage bei Open Source Software ist weiterhin unsicher, oft bestehen nicht einmal Gewährleistungsansprüche, wenn es zu Fehlfunktionen der Software kommt. Im Hinblick auf diese und andere Unklarkeiten könnte sich Open Source Software speziell bei kommerziellem Einsatz, aber auch in der öffentlichen Verwaltung als problematisch erweisen".(red)

  • Wolfgang Zankl, Leiter des e-center, hält die Rechtslage bei Open Source Software für unsicher.
    bild. e-center

    Wolfgang Zankl, Leiter des e-center, hält die Rechtslage bei Open Source Software für unsicher.

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