3:0 - Austria-Double nie gefährdet

10. Mai 2006, 09:42
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Die Wiener gewannen das Endspiel im Happel-Stadion deutlich, Mattersburg war nicht in der Lage den Meister zu fordern

Wien - Die Austria ist zum 25. Mal österreichischer Fußball-Cupsieger. Die Wiener setzten sich am Dienstagabend im Finale vor 20.100 Zuschauern im Ernst Happel Stadion gegen den SV Mattersburg dank Toren von Filip Sebo (27.), Sigurd Rushfeldt (45.) und Fernando Troyansky (82.) klar mit 3:0 (2:0) durch. Die Austrianer, die sich erst am Samstag den Meistertitel gesichert hatten, holten damit zum zehnten Mal in ihrer Klubgeschichte das Double. Mattersburg darf sich mit einem Platz in der UEFA-Cup-Qualifikation trösten.

Drei Tage nach dem Meisterstück waren die Wiener über weite Strecken die tonangebende Mannschaft. Erst nach der Pause versuchten die Burgenländer dringlicher auf den Anschlusstreffer. War ein Sebo-Treffer in der 14. Minute noch knapp, aber zurecht wegen Abseits aberkannt worden, so gab es in Minute 27 keine Diskussion. Der Slowake, der schon gegen Tirol den entscheidenden Treffer markiert hatte, spritzte in einen missglückten Rückpass von Mattersburg-Libero Mravac und traf zum 1:0.

Kurz nachdem die Mattersburger durch Naumoski, der an Austrias Cup-Torhüter Safar (ersetzte wie im Achtel- und Halbfinale Stammkeeper Didulica) gescheitert war, und Patocka die größten Ausgleichschancen vorgefunden hatten (30., 37.), sorgte Sigurd Rushfeldt auf für die Vorentscheidung. Der Norweger, der die Austria mit Saisonende in Richtung Tromsö verlässt, verwertete kurz vor der Pause eine ideale Hereingabe des von Troyansky eingesetzten Sionko.

Kein Gegentor im gesamten Bewerb

Sionko war es auch, der in der 47. Minute mit einem schönen Heber beinahe vorzeitig für das 3:0 gesorgt hatte. Auf der Gegenseite verfehlte Lang mit einem Fernschuss sein Ziel nur knapp (58.), ehe sich Safar bei einem abgefälschten Mörz-Schuss auszeichnete (67.). Weil Mörz auch in der 72. Minute per Kopf scheiterte und Safar trotz fehlender Spielpraxis eine fehlerlose Leistung darbot, beendete die Austria die gesamte Cup-Kampagne ohne Gegentreffer.

Stattdessen sorgte Troyansky per Kopf nach Ceh-Freistoß für die endgültige Entscheidung. "Wir haben erneut gezeigt, dass wir die Besten in Österreich sind", meinte Goalgetter Sebo. Die bemühten Mattersburger um Kapitän Dietmar Kühbauer müssen sich über die vergebene historische Chance auf den ersten burgenländischen Pokalsieg hinwegtrösten. "Wenn man soweit gekommen ist, will man auch gewinnen", seufzte der Routinier nach dem Schlusspfiff. (APA/red)

ÖFB-Stiegl-Cup-Finale in Wien:

  • FK Austria Wien - SV Mattersburg 3:0 (2:0). Ernst Happel Stadion, 20.100 Zuschauer, SR Louis Hofmann.

    Tore: 1:0 (27.) Sebo
    2:0 (45.) Rushfeldt
    3:0 (82.) Troyansky

    Austria: Safar - Troyansky, Tokic, Papac, Dheedene - Sionko, Kiesenebner (46. Radomski), Blanchard, Janocko (63. Janocko) - Sebo (76. Wallner), Rushfeldt

    Mattersburg: Borenitsch - Mravac - Patocka, Ratajczyk - Atan (86. Kaintz), Kühbauer, Mörz, Lang, Fuchs - Th. Wagner (75. R. Wagner), Naumoski (84. Bürger)

    Gelbe Karten: Kiesenebner, Janocko, Sebo, Papac, Ceh, Troyansky bzw. Naumoski

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Sigurd Rushfeldt sorgte in einem seiner letzten Bewerbsspiele in Violett für die Vorentscheidung.

    • Das alles überragende Team der Saison.

      Das alles überragende Team der Saison.

    • Schlechte Stimmung unter den Mattersburgern.

      Schlechte Stimmung unter den Mattersburgern.

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