Die dunkle Seite des Ozeans

9. Mai 2006, 20:03
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Oceansize haben mit den üblichen Verdächtigen aus der englischen Pop-Metropole Manchester wenig gemein - Einziger Österreich-Auftritt am Sonntag in Salzburg

Die fünf Mitglieder von Oceansize leben in Manchester, mit den üblichen Verdächtigen aus der englischen Pop-Metropole haben sie aber wenig gemein. Seit 1998 entwickelt das Quintett seinen Sound - ein Konglomerat aus diversen Einflüssen: Pink Floyds Weltraumklänge treffen auf düstere Gothic-Metal-Anleihen, virtuose Verspieltheit à la Tool und Krautrock in Can-Tradition mischt sich mit klirrenden Gitarrenwänden wie bei My Bloody Valentine oder atmosphärischem Mogwai-Postrock.

Den Namen Oceansize entlehnen die Musiker um Gitarrist und Sänger Mike Vennart übrigens einem Song der kalifornischen Alternativmetaller Jane's Addiction. Das Debütalbum "Effloresce" (2003) wird von der Kritik als "Neo-Progrock" eingereiht - schließlich treten Oceansize mit drei Gitarristen an, lieben Tempo- und Lautstärkekontraste und scheuen auch nicht vor zehnminütigen Song-Epen zurück, die entweder in brodelnde Wall-of-Sound-Rockmonster oder sanft-melodische Meditationen ausarten. Einziger Österreich-Auftritt! (dog/DER STANDARD, Printausgabe, 10.5.2006)

Rockhouse
14. 5., 20 Uhr
5020 Salzburg
Schallmooser Hauptstr. 46
0662/88 49 14
  • Artikelbild
    pressefoto: steve gullick
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