Lesben reagieren auf Lockstoffe anders

15. März 2007, 17:03
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Schwedische Studie: Weibliche und männliche Homosexualität unterschiedlich strukturiert

Stockholm - Homosexuelle Frauen reagieren einer schwedischen Studie zufolge anders auf Sexuallockstoffe als ihre heterosexuellen Geschlechtsgenossinnen. Sie zeigen jedoch auch nicht exakt dasselbe Reaktionsmuster wie heterosexuelle Männer. Zu diesem Ergebnis sind NeurologInnen am Karolinska Institut in Stockholm unter Leitung von Ivanka Savic gekommen.

Homosexuelle Männer und heterosexuelle Frauen hatten bei früheren Untersuchungen als Reaktion auf den männlichen Lockstoff AND dieselbe Hirnregion im Hypothalamus aktiviert. Bei heterosexuellen Männern dagegen konstatierten die ForscherInnen die Aktivierung dieser Hirnregion durch das weibliche Pheromon EST.

Die zwölf untersuchten lesbischen Frauen reagierten jedoch auf die beiden Pheromone AND und EST mit einer ähnlichen Reaktion des Gehirns. Die ForscherInnen vermuten daher, dass männliche und weibliche Homosexualität sehr unterschiedlich strukturiert sind. Sie berichten über ihre Arbeit im US-Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS). (APA/dpa)

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