Wiener Grüne fordern Feiertag am 8. Mai

11. Mai 2006, 17:09
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Kranzniederlegung am Jahrestag der Kapitulation Nazi-Deutschlands in Gedenken an die Millionen Opfer am Morzinplatz

Wien - Am 8. Mai 1945 kapitulierte Nazi-Deutschland. In Gedenken an Millionen Opfer des Nationalsozialismus legten die Grünen Wien am Montag einen Kranz mit weißen Rosen am Denkmal der Opfer der Gestapo am Morzinplatz nieder.

Stadtrat David Ellensohn betonte, in Zeiten der gesellschaftlichen Marginalisierung von Randgruppen und institutionalisiertem staatlichem Rassismus sei den Grünen ein antifaschistisches Signal wichtig.

Feiertag gefordert

Der Grüne Landessprecher Albert Steinhauser forderte, dass der Tag der Befreiung in Österreich zu einem Feiertag aufgewertet werden solle, da sich der 26. Oktober von einem Neutralitäts- zu einem Bundesheer-Tag entwertet habe. Für die Grünen sei das Gedenken und die Tradition derer wichtig, die das System des Nationalsozialismus bekämpft hätten.

Terezija Stoisits verurteilte in ihrer Rede das Kokettieren mit den Ewiggestrigen am FPÖ-Parteitag und sagte der Israelitischen Kultusgemeinde zu, sich massiv für die Errichtung eines Simon-Wiesenthal-Centers in Wien einzusetzen.

Raimund Fastenbauer, Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde, ging in seiner Rede auf die Rolle der Minderheiten ein und verurteilte die einseitige Darstellung der Österreicher als Opfer. (red)

  • Kranzniederlegung der Wiener Grünen am Morzinplatz
    foto: norbert novak

    Kranzniederlegung der Wiener Grünen am Morzinplatz

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