WKÖ: Allianz ja, Monopol nein

23. Mai 2006, 18:56
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Wirtschaftskammer-Präsident Leitl will Energieregulator gestärkt sehen, um den Wettbewerb am Markt sicher zu stellen

Wien - Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl begrüßt ein Zusammenrücken von OMV und Verbund, sofern dies nicht weniger Wettbewerb am Energiemarkt bedeutet. Deshalb müsse die Rolle des Energieregulators gestärkt werden, forderte Leitl in einer ersten Stellungnahme zu den Allianzplänen am Montagnachmittag.

Experten erwarteten, dass sich die Energiebranche in Europa weiter konzentrieren und am Ende nur mehr einige große europäische Player übrig bleiben würden. "Wenn eine solche Allianz dazu führt, dass ein österreichisches Unternehmen als mittelgroßer Player international eine Rolle spielen kann, ist das zu begrüßen", so Leitl.

Eine solches Zusammengehen dürfe "aber nicht den Wettbewerb einschränken oder auf die Bildung eines Monopols hinauslaufen". Deswegen müsse die Rolle des Energieregulators gestärkt werden, fordert Leitl. Dieser müsse dafür sorgen, dass es im Interesse der Kunden, der Haushalte und Betriebe, "nicht weniger, sondern mehr Wettbewerb gibt", so der Wirtschaftskammerpräsident in einer ersten Reaktion. Österreich sei etwa in der günstigen Lage, dass es fast 70 Prozent des Stroms aus billiger Wasserkraft erzeugen kann. Deshalb müssten im Interesse des Wirtschaftsstandorts auch die Strompreise in Österreichs zu den günstigsten in Europa gehören. (APA)

  • Leitl sorgt sich um den Wettbewerb.
    foto: standard/matthias cremer

    Leitl sorgt sich um den Wettbewerb.

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