Echtheitsprüfung für Windows könnte verpflichtend werden

8. Juni 2006, 13:23
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User erhalten so lange "Erinnerungen", bis sie eine legale Windows Version verwenden

Zuckerbrot und Peitsche – das ist das Prinzip hinter der Echtheitsprüfung Windows Genuine Advantage (WGA), das beim Betriebssystem Windows von Microsoft forciert wird..

"WGA bietet den AnwenderInnen die Möglichkeit ihre installierten Betriebssysteme überprüfen zu lassen und damit herauszufinden, ob eine legale Betriebssystemversion installiert ist", so bezeichnete Microsoft das Programm bei der Einführung.

Härterer Kurs

Bisher hat der Softwarekonzern dabei mehr auf Zuckerbrot gesetzt – die Überprüfungen sind freiwillig, als Belohnung werden unterschiedliche Downloads geboten. Langsam aber sicher schwenkt Microsoft nun aber auf einen härteren Kurs ein. Nach Pilotversuchen in Norwegen und Schweden sollen das Windows Genuine Advantage - Programm auch in den USA, England, Australien, Neuseeland und Malaysia ausgeweitet werden.

"Erinnerungen"

Derzeit ist die Teilnahme an der Echtheitsprüfung noch freiwillig. Teilnehmende User mit "unechtem" Windows werden schon beim Log-In auf diese Tatsache hingewiesen und auf eine eigene Website weitergeleitet. Bei den freiwilligen Tests ist es noch möglich, diese Benachrichtigungen zu unterdrücken, später werden User so lange "Erinnerungen" erhalten, bis sie eine legale Windows Version verwenden, betont Microsoft.

Verpflichtend

Davon könnten in Zukunft zahlreiche User betroffen sein. Laut Microsoft werde man das Piloprojekt im Laufe des Jahres ausweiten, dann könnten User auch zur Teilnahme verpflichtet werden.(red)

Links

Windows Genuine Advantage

Nachlese

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